Die Wunderfrauen Band 3 von Stephanie Schuster

Veröffentlicht: 13. Oktober 2021 von Juliane

Die Wunderfrauen – Freiheit im Angebot
Die Wunderfrauen #3
Stephanie Schuster
Historischer Roman
Fischer Verlag
August 2021
Taschenbuch
426

1972, während der Olympischen Spiele in München, kämpft Luise mit allen Mitteln darum, ihr kleines Lebensmittelgeschäft in Starnberg trotz der Supermarktkonkurrenz zu erhalten. Außerdem muss sie sich eingestehen, dass ihre Ehe nun endgültig am Ende ist – und mit dem neuen Gesetz zur Ehescheidung wagt sie einen ungeheuerlichen Schritt. Rückhalt in diesen turbulenten Zeiten geben ihr die drei Freundinnen: Helga, die von einer eigenen Arztpraxis träumt, Marie, die alle Energie in ihren Reiterhof steckt und Annabel, die sich endlich der Vergangenheit ihrer Familie stellt. Bei all den neuen Chancen merken sie: Das größte Abenteuer ihres Lebens fängt jetzt erst an. 

Meine Meinung:

“Die Wunderfrauen” haben mich seit Band 1 sehr begeistert. Die Leben der vier Frauen waren so vielschichtig und interessant. Über die damalige Zeit zu lesen hat mir so gut gefallen! Jeder der Bände spielt in einem Jahrzehnt und so bekommt man als Leser*in eine Art Zeitreise. Gerade die ersten beiden Bände sind sehr unterhaltsam und spannend geschrieben – und beinhalten beide einen üblen Cliffhanger. Umso gespannter war ich auf diesen finalen Teil der Reihe. Es dauert eine Weile bis der Cliffhanger aus dem Vorgängerroman aufgelöst wird. Irgendwie rückte das Ereignis völlig in den Hintergrund. Ich muss sagen: Generell fühlte sich dieser Roman anders an. Er war bedrückender und düsterer. Obwohl es in allen drei Bänden um schlimme und ernste Themen ging, hatten die ersten beiden Bände noch mehr Witz.

Ich fand mich nur schleppend in den Roman ein. Die ersten 100-200 Seiten zogen sich sehr. Ich fühlte mich nicht abgeholt und vermisst etwas von dem mir bekannten “Wunderfrauen”-Flair. Danach herrsche keine Langeweile mehr, denn es passierte einfach SO viel. Meiner Meinung nach – leider – zu viel. Ich fühlte mich überhäuft mit Drama. Es wirkte alles auch nicht natürlich. In den vorigen Romanen fügten sich die Geschehnissen gut in die Geschichte ein und fühlten sich (obwohl echt viel passiert) authentisch an. Hier fehlte mir das. Es wirkte etwas mit der heißen Nadel gestrickt. Was mich sehr verwunderte, denn ich halte die Autorin Stephanie Schuster für sehr begabt und liebe ihre Romane (auch außerhalb dieser Trilogie).

“Die Wunderfrauen” Reihe kann ich dennoch empfehlen! Denn selbst wenn dieser dritte Band nicht mit den Vorgängern mithalten kann, ist und bleibt es eine tolle Reihe, die Spaß macht und gerade jüngeren Leser*innen einen tiefen Einblick in die nahe Vergangenheit von Deutschland gibt.


Fazit:

Und so endet die wunderbare Reihe rund um die vier Wunderfrauen! Für mich war dieser finale Teil leider auch der schwächste der Trilogie. Zunächst kam die Geschichte nicht ganz in Fahrt und dann passierte so viel Knall auf Fall. Für meinen Geschmack wurden zu viele Themen angesprochen, und diese dann nicht in die Tiefe beschrieben. Ich hatte mir etwas mehr erhofft – dennoch las ich den Roman (und die ganze Reihe) sehr gern und finde es sehr schade, dass wir nicht so ein paar weitere Bände haben werden.


Vielen Dank…

…an den Fischer Verlag für mein Rezensionsexemplar!

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