Ein Wort, um dich zu retten von Guillaume Musso

Veröffentlicht: 4. Mai 2020 von Juliane

Ein Wort, um dich zu retten
Guillaume Musso
Bettina Runge, Eliane Hagedorn
Roman, Krimi
Pendo / Piper Verlag
Juni 2020
Broschiert
336
La vie secrète des écrivains
… den Verlag!

Vom Verlag: Ein schockierender Leichenfund erschüttert die idyllische kleine Mittelmeerinsel Beaumont. Während eine fieberhafte Ermittlung beginnt, versucht der einst gefeierte Schriftsteller Nathan Fawles, sein abgeschiedenes Leben auf der Insel um jeden Preis zu schützen. Die junge Journalistin Mathilde Monney hat hingegen nur ein Ziel: Sie ist auf die Île Beaumont gekommen, um endlich herauszufinden, wer vor zwanzig Jahren ihre Familie umgebracht hat. Alle Spuren führen sie direkt zu Nathan Fawles … Als die Insel von der Polizei abgesperrt wird, kommt es zur Konfrontation zwischen Nathan und Mathilde. Beide müssen erkennen, dass sie einander mehr bedeuten als geahnt – und dass eine schreckliche Wahrheit sie verbindet. Eine Wahrheit, die ihr Ende sein könnte. Oder ein neuer Anfang. 

Meine Meinung:

Letztes Jahr (2019) las ich das erste Mal einen Roman von Guillaume Musso: “Die junge Frau und die Nacht“. Ich war seit diesem Zeitpunkt Musso-Fan. Entsprechend freute ich mich tierisch, als ich vom Verlag seinen neuen Roman “Ein Wort, um dich zu retten” als Vorabxemplar bekam und schon lesen durfte. Das Buch ist wieder der Wahnsinn! Schon die ersten Seiten zogen mich direkt wieder in den Musso-Bann. Ich liebe es, dass er aus verschiedenen Perspektiven schreibt, aber diese einen Haupterzähler in der Ich-Form hat. Dadurch bekommt man so viele Details und Häppchen, die letztlich wichtig für das große Ganze sind.

Generell ist der Aufbau der Geschichte so gelungen. Man ahnt einfach nicht, worauf es hinausläuft. Bis nach zwei Dritteln wusste ich nicht ansatzweise, was der Hintergrund oder die einzelnen Verknüpfungen sind. So überraschte mich die Wendung, die schon knapp 100 Seiten vor Ende kommt, sehr. Aber zurück zum Anfang. Guillaume Musso schreibt über einen Schriftsteller und ich frage mich, wieviel von Musso selbst in den Aussagen des Schriftstellers Nathan steckt. Tatsächlich finde ich den Originaltitel “La vie secrète des écrivains” (~ “das geheime Leben der Schriftsteller”) fast gelungener als den deutschen Titel. Denn der Autor ist das Bindeglied zwischen allen Beteiligten, das merkt man recht schnell.

Nicht nur der Schreibstil und die facettenreichen Figuren machen den Roman zu einem Genuss, auch das Setting gefiel mir wieder sehr. Eine einsame, französische Insel mit einer kleinen Stadt. Der Autor lebt in einem abgelegenen Anwesen an einer Klippe. Allein das Bild, das Musso in dem Köpfen seiner Leser malt, ist großartig. Sehr interessant war das Nachwort von Musso, in dem er erklärt wodurch er zu manchen Passagen des Buches inspiriert wurde. Gerade die Geschichte der Kamera war klasse! Ich finde, durch Mussos Romane lernt man noch immer etwas fürs Leben dazu.

Das einzige, was ich als Kritikpunkt äußern würde, ist die Auflösung ganz am Ende – die “wirklich wahre Geschichte”. Denn das war mir ein Touch too much. Ich fand es teilweise etwas zu weit hergeholt und auf mich wirkte es wie mit der heißen Nadel gestrickt. Es wurde zu dramatisch (Ich-Erzähler) und etwas sehr unrealistisch (Nathan). Auch der Epilog war einerseits ziemlich cool durch die Meta-Ebene, die Musso hinzufügte (ich Spoiler an dieser Stelle nichts) – aaaber war mir auch ein bisschen zu viel. Für meinen Geschmack hätte die Auflösung etwas simpler und dafür authentischer sein können.

Insgesamt kann ich den Roman aber absolut weiterempfehlen. Musso Fans müssen ihn eh lesen und auch für Neueinsteiger kann ich ihn empfehlen. Nehmt euch Zeit, denn der Roman will direkt im Ganzen gelesen werden – man kann nicht aufhören und die Geschichte macht süchtig.


Fazit:

Guillaume Musso hat es wieder geschafft und eine so extrem spannende und einnehme Geschichte zu schreiben. Was als willkürliche und ziellos wirkende Geschichte beginnt, entwickelt zu einem großen versponnen Netz, das mich sehr faszinierte. Ich war ab Beginn sehr begeistert von den Figuren, dem Aufbau und dem Schreibstil. Das einzige kleine Manko ist die schlussendliche Auflösung, die meiner Meinung nach etwas ausgefeilter hätte sein können.


Vielen Dank…

… an den Pendo / Piper Verlag für mein Exemplar!


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2 Kommentare

  • isabella 16. Mai 2020 at 20:39

    Wow! was für ein wunderschöner Blog=)

    Reply
  • Zeilentänzerin 20. Mai 2020 at 20:18

    Ich kenne einige Geschichten von Guillaume Musso, habe aber viel zu lange keine mehr gelesen. Klingt nach einem Buch nach meinem Geschmack!

    Liebe Grüße,
    Zeilentänzerin

    Reply

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