[Rezension] Café Honeybee von Claire Bonnett

Veröffentlicht: 28. November 2018 von Juliane

Café Honeybee Book Cover
Café Honeybee
Claire Bonnett
Familienroman
Forever by Ullstein
Dezember 2018
eBook
408 (Printausgabe)
... den Forever Verlag!

Im Café Honeybee schuftet Greta den ganzen Tag, um es ihrer Großmutter – der Besitzerin des Cafés – recht zu machen. Dafür steckt sie ihre eigenen Wünsche zurück und hat sogar ihr Studium unterbrochen. Gleichzeitig hat sie nach dem Tod ihrer Mutter deren Rolle übernommen und kümmert sich um ihren Vater und ihre Schwester, die mit ihren Eskapaden ihr das Leben auch nicht gerade leichter macht. Dann lädt ihr Freund Fin sie auf einen Ausflug ein und bietet ihr einen Ausweg aus dieser Situation. Doch ist es das, was sie will und kann sie wirklich loslassen? Dann überrascht sie das Schicksal mit einem Ereignis, das ihr Leben für immer verändern soll.

Meine Meinung:

Diese Geschichte hat mich ziemlich sprachlos zurückgelassen. Sie ist wirklich einzigartig und hebt sich sehr von der Masse ab. Ehrlich gesagt, habe ich eine „leichte“ und klischeebehaftete Romanze erwartet. Doch diese Geschichte überrascht extrem! Mit „Café Honeybee“ habe ich einen tiefgründigen, spannenden und rührenden Roman gelesen.

Schon auf den ersten Seiten merkte ich, dass es keine 08/15 Geschichte ist. Denn wir erleben Greta wie sie ihr Leben lebt und selbst nicht sicher ist, ob sie es wirklich mag und ihre Pflicht gern erfüllt. Diesen inneren Konflikt hat sie Autorin wirklich gut dargestellt – gerade auch auf den Bezug auf Gretas Freund Fin. Ich hatte ein ungutes Gefühl bei ihm, gleichzeitig haderte ich auch, weil er eigentlich doch ein netter war. Ich fühlte also ziemlich genau das, was die Protagonistin durchmachte.

Ich liebte diese vielen Erwähnungen von popkulturellen Dingen. Greta ist riesiger Harry Potter Fan und es war so klasse, wie sie einzelne Schauplätze aus Edinburgh erwähnte (das Café in dem J.K. Rowling schrieb!!!). Zudem ist sie ein Fan von ‚Games of Thrones‘, ‚Star Wars‘ und vielen mehr. Sogar Jane Austen wird einmal erwähnt und spätestens da war ich am Haken.

Die romantische Liebe findet auch einen Platz, aber ist kein zentrales Thema. Und obwohl ich mich eigentlich auf eine Liebesgeschichte gefreut hatte, war ich nicht enttäuscht. Erstmal hatte ich mich auf den ersten Seiten schon von einer blumigen Romanze verabschiedet und dann überwiegt meine Freude darüber, eine so vielschichte Geschichte gefunden zu haben.

Was mich störte und gleichzeitig auch begeisterte, war der Aufbau der Story. Es gibt keine klare Linie. Keine Vorhersehbarkeit. Von Kapitel zu Kapitel kamen neue überraschende Wendungen. Das brachte mich ziemlich aus meiner Komfortzone und fühlte sich irgendwie seltsam an zu lesen. Aber genau das macht das Buch auch so besonders und wird der Grund sein, warum ich mich noch lange daran erinnern werde.

Das und die Charaktere. Die Autorin hat so wunderbare und vielschichtige Charaktere geschaffen. Diese schreckliche Großmutter (ich kann sie einfach nicht ab) oder Gretas Schwester Shawna, die ich am Anfang nicht leiden konnte und mir zum Schluss als mein Lieblingscharaktere so sehr ans Herz wuchs.

Sehr berührt haben mich die Beziehungen, gerade die zwischen Greta und Shawna. Wie aus Pflicht, Freundschaft, Fürsorge und Liebe wird. Wie ein unausgesprochener Streit niedergelegt wird und wie sie gemeinsam wachsen. Die Auflösung war sehr rund, doch ziemlich kitschig… und vor allem mit Zuckerguss übergossen!


Fazit:

„Café Honeybee“ hat mich mit einer tiefgründigen und unvorhersehbaren Geschichte überrascht. Die besonderen, und so vielschichtigen Charaktere wuchsen mir ans Herz – und gerade mit den beiden Schwestern fühlte ich mich sehr verbunden. Die Atmosphäre war eher düster und ernst, und doch immer wieder mit Lichtblicken gespickt. Dieses Buch gibt Hoffnung und ein gutes Gefühl. Liebe ist nicht das zentrale Thema, sondern das Leben.


Vielen Dank…

… an den Forever Verlag und Netgalley für die Bereitstellung meines Rezensionsexemplars!


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