[Rezension] Das kleine Cafe im Gutshaus

Veröffentlicht: 17. März 2019 von Juliane

Das kleine Café im Gutshaus
Julie Shackman
Anja Mehrmann
Liebesgeschichte
Forever by Ullstein
März 2019
eBook
350
A room at the manor
… Vorablesen!

Lara kehrt nach der Trennung von ihrem Mann und der Kündigung ihrer Stelle zurück in ihr Heimatdorf. Sie nimmt ihren Traum, Bäckerin zu werden wieder auf und beginnt bei dem örtlichen Cafe als Bedienung. Ihre Chefin macht ihr das Leben schwer, so erscheint es ihr wie ein Zeichen des Schicksals, als der Besitzer des Gutshauses ihr anbietet, in einem seiner Räume ein Cafe zu eröffnen. Laras Leben ändert sich drastisch – und es scheint als wäre mehr als nur Gutmütigkeit hinter dem Angebot des Gutsherren.

Meine Meinung:

Hach, wie schade! Ich hatte mich sooo auf dieses Buch gefreut. Ein kleines Cafe, ein Gutshaus – das verspricht doch eine total schöne Geschichte! Zudem hat mich das Cover auch überzeugt und es erinnert mich sehr an eine Teatime in Downton Abbey. Doch leider wurden meine hohen Erwartungen nicht erfüllt. Dabei hat der Plot doch so viel Potential..

Die Protagonistin Lara ist definitiv das Highlight an dem Roman. Sie ist witzig, leidenschaftlich und ein bisschen ungeschickt. Ich las gern ihre Geschichte, auch wenn sie im Gesamten doch recht blass blieb. Gern hätte ich mehr von ihrer Liebe zur Bäckerei gelesen, wie sie backt, wie sie etwas schmeckt, wie sie es mag, wenn Leute ihre Werke genießen. Nicht nur sie blieb mir zu blass: Auch die andere Charaktere waren leider sehr oberflächlich.

Ihr Love-Interest ließ mich ziemlich kalt. Ich konnte einfach nichts mit ihm anfangen. Er war zunächst abweisend und hochnäsig. Plötzlich sprach er von Liebe und ich war völlig überrumpelt. Nicht eine Andeutung hat es vorher gegeben und die alte “Was sich liebt das neckt sich” Nummer gilt hier nicht. Mir war das einfach zu schnell und zu simpel dargestellt. Gern hätte ich mehr “umeinander hertänzeln” gehabt. Blicke, Berührungen, kleine Gesten. So spürte man zwar, dass er ihr nicht egal war – aber ihre Verliebtheit kam bei mir nicht an.

Die Geschichte an sich ist schon gut durchdacht und die Grundidee gefällt mir durchaus. Gerade zu Beginn mochte ich es sehr, wie Lara und der Gutsherr sich kennenlernten und anfreundeten. Hier hätte es mir gefallen, wenn in diese Beziehung noch etwas mehr Zeit investiert worden wäre. Später wurden dann einige Geheimnisse angedeutet, die zum Schluss natürliche ihre Auflösung fanden. Richtig überzeugen konnte mich das allerdings nicht. Es war sehr plump und wirklich unrealistisch.

Ich denke, der Roman und die Geschichte hätten ein richtiger Hit werden können, wenn die Autorin auf einige Nebencharaktere verzichtet hätte (es gab so viele!) und dafür mehr Zeit und Eigenschaften in die Hauptcharaktere investiert hätte. Dann hätte ich gern noch eine geschicktere Auflösung erlebt und ich wäre begeistert gewesen.


Fazit:

Insgesamt hat mich der Roman leider enttäuscht zurückgelassen. Ich hoffte auf viel Romantik und eine tolle Atmosphäre in einem Gutshaus. Letztlich bekam ich eine seichte Romanze und eine Geschichte, die mir zu unrealistisch war und zu einfach aufgelöst wurde. Für zwischendurch oder als Strandlektüre durchaus empfehlenswert, aber nicht wenn man ein tiefgründiges Buch voller Emotionen erwartet.


Vielen Dank an…

…. Vorablesen und den Forever by Ullstein Verlag für mein Exemplar!


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