[Rezension] Delirium

Veröffentlicht: 11. September 2011 von Juliane

Dieser Artikel ist ein Import von Julianes Büchertruhe auf Blogspot.

Es wurde sich die größte Mühe gegeben die Inhalte so gut es geht zu übernehmen.

Wenn doch mal etwas wichtiges kaputt sein sollte, kannst du hier zum ursprünglichen Artikel wechseln.

Delirium Book Cover
Delirium
Lauren Oliver
Jugendbuch, Dystopie, Liebe
441

Inhalt:

Die Liebe ist verboten. Vor Jahren wurde ein Mittel gegen die Liebe erfunden und jeder Mensch wird mit diesem geheilt. Nach der Heilung hat man keine Sorgen und keinen Kummer mehr, man wird mit einem passenden Partner verheiratet und lebt ein vorbildliches Leben.
Lena steht kurz vor dem Prozess und freut sich schon darauf. Im Gegenteil zu ihrer Freundin Hana, die auch andere Seiten des Lebens sieht, als den von der Regierung bestimmten. Dann geschieht es: Lena lernt Alex kennen und auf einmal sieht auch sie das Leben mit anderen Augen…

 

Meine Meinung:

Ein nicht ganz so typischer Dystopie-Roman. Lena ist ein 17 jähriger Teenager, die mit dem System groß geworden ist und auch nichts Schlimmes daran sieht. Es ist interessant zu sehen, dass sie sich nicht von Anfang an gegen die Heilung sträubt, sondern sich zunächst auf die Prozedur freut. Man ist bei ihrer Entwicklung zu dem “Rebell” mit dabei. Wie sich ihre Gedanken verändern und sie beginnt, Dinge zu hinterfragen.

Das Buch bietet neben der tollen Grundidee des Verbots der Liebe, hauptsächlich eine romantische “erste große Liebe” – Geschichte. Lena verliebt sich zum ersten Mal in ihren Leben und realisiert das zunächst gar nicht. Die Autorin hat es gut geschafft, Lena als naives und folgsames Mädchen darzustellen, die Regeln befolgt und schockiert ist von denen, die es nicht tun.

Auch Hana finde ich toll dargestellt. Sie ist der Rebell, der sich oberfächlich an das System hält und auch nie wirklich ausbrechen würde, dennoch die Gedanken daran kennt. Dass sie und Lena befreundet sind, passt eigentlich nicht, aber gerade ihre Gegensätzlichkeit macht ihre Freundschaft interessant und einmalig.

Hingegen war ich von Alex kein Fan. Warum, kann ich gar nicht genau an etwas Bestimmten festmachen. Mir war er zu ungreifbar, man erfährt so wenig über ihn und sein Charakter wurde mir bis zuletzt nicht richtig klar. Er könnte alles sein. Treue Liebe, Verräter – harmlos, gefährlich. Vermutlich interpretiere ich zu viel hinein. Lenas Gefühle ihm gegenüber sprechen eine andere Sprache und das hat sie Autorin wunderschön geschrieben.

Sowieso finde ich den Schreibstil von Lauren Oliver wunderbar. Er liest sich leicht und ist doch sehr speziell und ausgeklügelt. Die Dialoge sind zwar nicht außergewöhnlich, aber real, flott und mitreißend geschrieben. Ihre ganzen Ideen waren unglaublich. Neben der Hauptstory von Lena hat sie eine ganze fiktionale Welt geschaffen, mit Regeln, Regelwerken und einem durchdachten System.

Ein wenig gestört hat mich, dass die Liebesgeschichte im Mittelpunkt stand und alles andere fast überdeckt hat. Lieber hätte ich mehr über die Familien, Freunde und auch das System erfahren. Auch über Lena Familie hätte die Autorin mehr schreiben können. Aber ich will nicht so sein, es ist ja erst der Beginn der Trilogie.

Das Ende ist ein Cliffhanger. Mehr gibts nicht zu sagen. Ich habe den Cliffhanger erwartet, die Situation am Ende hat sich schon angekündigt und macht das Warten auf Band 2 dennoch fast unaushaltbar!

Auch mit der Aufmachung punktet Delirium. Denn wenn man die Schutzhülle abnimmt, sieht man, dass das Buch bedruckt ist. Mit dem Mädchen, das man schon durch die Buchstaben erahnen kann.

Und auch hinter dem Cover ist das Buch eine Schönheit. Die Schriftart ist toll, die geschwungene Schrift beim Autorennamen und den Kapiteln gefällt mir besonders gut.

Bei jedem Beginn eines Kapitels gibt es ein Zitat aus einem fiktionalen Buch, fiktionalen Kinderliedern und Regeln aus dem Universum von Delirium.

 

Fazit:

Lauren Oliver und ihre Delirium Reihe sind ein Muss für jeden Jugendbuch und Fantasy Fan. Ihre Ideen sind unglaublich gut und die Geschichte ist voller Liebe und Action.

Übrigens:

Von Delirium gibt es noch andere Cover, das linke Cover finde ich gar nicht so schlecht, während das rechte überhaupt nicht meinen Geschmack trifft.

2012 kommt die Fortsetzung von Delirium, nämlich Pandemonium, heraus.
In 2013 folgt der letzte Band der Trilogie, Requiem.

2 Kommentare

  • Emma 11. September 2011 at 12:24

    Hey,
    Also erstmal wollte ich sagen, dass mir dein Blog echt gut gefällt. (Endlich hab ihc jemanden gefunden, der anscheinend genauso gerne liest, wie ich).
    Zum Buch: Es klingt interessant, erinnert mich allerdings ein bisschen an das Buch "Ugly – Verlier nicht dein Gesicht". Hier ging es auch um eine fiktive Welt, eine anstehende Schönheits-OP und an Jugendliche, die ausbrechen. Von Band zu Band wurde diese Reihe schlimmer. Ich hoffe, dass es hier nicht der Fall ist. Vielleicht besorg ich mir das Buch, wenn ich wieder was "zum lesen" suche.

    Reply
  • Juliane 11. September 2011 at 19:38

    Hallo Emma,

    vielen Dank! 🙂 Freue mich, das dir mein Blog gefällt und dass du auch gern liest!

    Ugly kenn ich noch gar nicht, will ich aber auch noch lesen. Aber wenn es schlimmer und schlimmer wird, klingt ja es ja wieder nicht so gut…

    Ich HOFFE, dass die Delirium Reihe weiterhin gut ist! 🙂 Wenn du es gelesen hat, kannst du mir ja mal sagen, wie es dir gefallen hat.

    Reply

Kommentar verfassen

    %d Bloggern gefällt das: