[Rezension] Ein wirklich erstaunliches Ding von Hank Green

Veröffentlicht: 1. Februar 2019 von Juliane

Ein wirklich erstaunliches Ding
Hank Green
Katarina Ganslandt
Sci-Fi, Fantasy
dtv Verlag / BOLD Verlag
Februar 2019
Broschiert
448
An absolutely remarkable thing.
… den Verlag!

Als die junge Frau April May eines Nachts in New York auf eine riesengroße Roboter-Statue trifft, ist sie fasziniert. Mit ihrem Kumpel Andy zusammen nimmt sie ein Video auf und lädt es auf YouTube hoch. Am nächsten Tag ist ihr Video auf der ganzen Welt bekannt. Denn sie waren die ersten, die über Carl – so haben sie ihn genannt – berichtet haben. Außerdem ist ihr Carl nicht der einzige geblieben. Es gibt noch viele weitere Carls und keiner weiß woher sie gekommen sind, und was sie bedeuten:
Kunst? Gefahr? Von dieser Welt?

Meine Meinung:

Hank Green kenne ich tatsächlich schon seit meiner Teeniezeit. Denn er und sein Bruder John Green sind auf YouTube als die “Vlogbrothers” aktiv und bekannt. Dort laden sie abwechselnd Videos hoch, in denen sie von ihrer Woche erzählen. Die beiden Brüder sind wunderbar unterhaltsam, sehr nerdig und sehr aktiv für die richtigen Dinge. Und ich war großer Fan. Dann verlor ich sie aus den Augen.

Natürlich verfolgte ich mit, wie John Green bekannter und bekannter wurde – gerade durch seine Bestseller Erfolge wie “Das Schicksal ist ein mieser Verräter”. Nun hat sein Bruder Hank ENDLICH auch ein Buch geschrieben. Und es ist so anders wie John Greens Bücher – so unterschiedlich, wie auch die Brüder sind.

“Ein wirklich erstaunliches Ding” ist speziell, es hat Ecken und Kanten. Wir haben hier keine Love-Story und keine tragischen Krankheiten. Tatsächlich kann man auch während des Lesens nicht erahnen, wie es weitergeht. Denn so viel ist möglich. Hank Green hat einen wunderbaren Sci-Fi Roman geschrieben!

Mir gefällt, dass die Protagonistin April mit dem Leser spricht. Immer wieder erklärt sie Dinge. Wie zu Beginn im ersten Kapitel, als sie sagt, dass die richtige Action erst in Kapitel 13 beginnt und sie aber erstmal erzählen möchte, wie es zu dem großen “Happening” gekommen ist. UND SO WAR ES! Ich hatte tatsächlich in der ersten Hälfte manchmal Probleme mit der ruhigen Art. Der Fokus liegt auf dem Drumherum. Wie geht April mit der Aufmerksamkeit um, wie entwickelt sich ihre Bekanntheit via den sozialen Medien?

Gern hätte dieser Part etwas kürzer sein könnte, beziehungsweise hätte die Action früher beginnen können. Ich habe so darauf gewartet, dass einer der Carls endlich was tut. Im Nachhinein gefiel es mir allerdings, dass wir man so schleichend diesen Prozess mitbekommt. Es ist wirklich real, Hank Green hat dieses Phänomen des “viral Gehens” perfekt dargestellt. Was es auch bedeutet, wenn man in sozialen Medien bekannt ist – und welcher Druck auf den Personen lastet. Gerade dadurch, dass Hank Green selbst in der Branche unterwegs ist, wirkte es super authentisch.

‘Authentisch’ ist generell ein passendes Wort für den Roman. April May, unsere Hauptfigur ist wunderbar unperfekt. Sie sagt was sie denkt, sie eckt an und entscheidet sich manchmal falsch. Sie ist echt. Und ich mochte sie. Auch wenn ich so manche Handlung nicht gut fand und nachvollziehen konnte, gab es so viele Aspekte, die mich wieder versöhnlich stimmten. Wiederhole ich mich, wenn ich sage, dass es real ist?

Zudem ist der Umgang mit der Carls auch richtig gut dargestellt. Die Welt würde AUSFLIPPEN wenn tatsächlich solche Wesen auftauchen. Es ist so real (da ist das Wort wieder), dass manche Länder die Dinger als Gefahr sehen und abschotten – andere wiederum erforschen es, oder vermarkten es. Es bilden sich Gruppen, Extremisten und im Netz gibts tausende Foren mit Theoretikern.

Ich könnte ewig darüber sprechen, wie klasse ich dieses Buch finde! Und auch die Action ab Kapitel 13 hatte es ECHT IN SICH! Und wieder (so toll!) gibt es von April eine Warnung. Denn zu Beginn eines besonders … harten … Kapitels gibt es eine Triggerwarnung, dass man das Kapitel überspringen sollte, wenn man mit Brutalität nicht gut umgehen kann. YES! Wieso haben nicht viel mehr Romane so etwas? (Ich habs natürlich gelesen und es war echt nicht ohne…!)

Über das Ende will ich gar nicht viel sagen, denn ich bin immer noch schockiert. Wie kann uns Hank Green das antun? Ich bin fasziniert. Denn es passt so gut zu der Geschichte. SO GUT! Und es macht so Lust auf mehr. Ich bin richtig euphorisch gewesen, als ich diesen Roman beendet habe. ICH WILL MEHR!


Fazit:

Ein wahnsinnig guter und SO REALER Roman über die heutige Zeit. Wie gehen Menschen und Länder mit unbekannten Phänomenen um? Was passiert, wenn eine Person mit einem Post viral geht? Hank Green hat hier etwas ganz großes geschaffen und ICH BRAUCHE MEHR! Dieser Roman ist nicht perfekt, aber in sich so authentisch und wirklich mal etwas anderes. Klasse!

Ich freue mich auf weitere Bücher von Hank Green!


Vielen Dank…

… an den dtv Verlag und vorablesen für mein Rezensionsexemplar!


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2 Kommentare

  • Ariana 2. Februar 2019 at 17:32

    Normalerweise lese ich ja kein Sci-Fi – aber nachdem Du dieses Buch beschrieben hast, habe ich es mir direkt einmal vorgemerkt. Real und Sci-Fi gemischt? Klingt äusserst interessant 🙂

    Reply
    • Juliane 3. Februar 2019 at 19:13

      Ja, so mega Sci-Fi ist echt auch nicht. Kein Weltall oder Raumschiffe. Dennoch muss man offen sein für alles mögliche 😉

      Reply

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