[Rezension] Elefant

Veröffentlicht: 29. November 2017 von Juliane

Elefant Book Cover
Elefant
Martin Suter
Diogenes
Januar 2017
Gebunden
352
... den Verlag!

Schoch traut seinen Augen nicht, als er in seiner Höhle einen kleinen leuchtenden rosa Elefanten sieht. Schoch ist obdachlos und die Höhle sein Schlafplatz. Aller Zweifel zuwider nimmt er sich dem kleinen Elefanten an und ahnt, dass mehr dahinter steckt.

Roux ist Genforscher und möchte mit dem besonderen Elefanten weltweit berühmt werden. Nur muss er erstmal an den Elefanten kommen... Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt!

 

Meine Meinung:

„Elefant“ ist mir durch das hübsche Cover ins Auge gefallen. Martin Suter, den Autor, kannte ich bereits durch seinen Roman „Ein perfekter Freund“, welchen ich als positiv in Erinnerung hatte. Ich freute mich wie eine Schneekönigin als ich den Roman endlich in den Händen hielt und habe ihn nun endlich auch gelesen (hätte ich viiiiel früher machen sollen).

Mir gefällt, dass dieser Roman nicht 08/15 ist. Ich kann ihn auch gar nicht in ein Genre quetschen – und das ist ein Zeichen für ein richtig gutes Buch. Hier passiert alles. Wir haben Spannung, Verfolgungsjagden, Wissenschaft, einen Zirkus, wilde Tiere, Kritik an der Gesellschaft, Gut gegen Böse, Liebe, Zuneigung, und ja, einen süßen kleinen rosa Elefanten.

Selten habe ich einen so runden und vollkommenen Roman gelesen.

In dem Roman verlieben sich die Personen regelrecht in den Elefanten und ich muss gestehen: Ich auch! Die Grundidee des Autors ist einfach so putzig. Wie sich ein ganzer Roman um diesen Elefanten dreht – der ein Auslöser für so eine wilde Reise ist. Und keine Sorge: Der Autor hat es geschafft, dass die Geschichte keinesfalls kitschig ist.

Es beginnt mit zwei Erzählsträngen und zwei Zeitebenen, die sich später vermischen. Ich mochte den Aufbau total und genoss das Lesen sehr. Auch beschreibt Martin Suter nach meinem Geschmack in dem genau richtigen Detaillevel. Auf knapp 350 Seiten habe ich das Gefühl bekommen, die Charaktere kennengelernt zu haben und ich wurde mehr als gut unterhalten.

Die Charaktere sind ziemlich bunt gemischt. Schoch, unsere Hauptperson ist ein komischer – aber sehr sympathischer – Kauz, der eine tolle Entwicklung durchlebt. Die anderen Charaktere bleiben teilweise ein bisschen blass, aber bilden eine unterhaltsame Mischung. Besonders Kaung – der Elefantenflüsterer – trug viel zu der Geschichte bei.


Fazit:

„Elefant“ ist ein mehr als gelungener Roman von Martin Suter. In seiner Geschichte rund um einen kleinen leuchtenden rosa Elefanten erzählt er eine wilde Jagd durch die Schweiz. Liebenswerte Charaktere und ein toller Erzählstil runden diesen Roman ab und machen ihn zu einem Lesetipp!

Vielen Dank an den Diogenes Verlag für die Bereitstellung diesen Rezensionsexemplars!

4 Kommentare

  • Karin 30. November 2017 at 10:33

    Ich habe mich, genau wie du, auch sofort in den Elefanten und in den Roman zugleich verliebt. Einen rosa leuchtenden Mini-Elefanten kann man eigentlich nur lieben!

    Ich war schon vorher ein grosser Fan von Martin Suter, aber der Elefant ist einfach ein so einzigartiger Roman, dass mich Suter nochmal komplett überrascht hat. Ich liebe die Art, wie er mit Randständigen umgeht. Für mich zeigt er im Elefant, dass Alkoholiker und andere Menschen am “Rande” unserer Gesellschaft genauso Menschen sind wie du und ich und dass auch sie im Grunde nur eins wollen: geliebt und gebraucht werden, egal, ob von einem Elefanten oder einem Menschen … 😉

    Da ich selbst aus Zürich komme, war für mich natürlich auch der Schauplatz Zürich ganz wunderbar, allzu viele Autoren schreiben schliesslich nicht über unsere Limmatstadt.

    “Die dunkle Seite des Mondes” von Martin Suter würde ich übrigens auch empfehlen, auch wenn es etwas komplett anderes ist. Der Autor ist sehr vielseitig …

    Reply
    • Juliane 7. Dezember 2017 at 16:59

      Liebe Karin,

      danke für deinen Kommentar 🙂

      Du hast total recht: Es war echt klasse so viele Menschen aus verschiedene Gesellschaftsschichten zu sehen. Gerade Obdachlose werden ja oft gar nicht wahrgenommen. Aber auch sie haben ihre Geschichte..

      “Die dunkle Seite des Mondes” werde ich mir auf jeden Fall ansehen! Danke 🙂

      Viele Grüße
      Juliane

      Reply
  • Nicci Trallafitti 6. Dezember 2017 at 12:37

    Hey!
    Mir hat das Buch auch total gut gefallen.
    Tolle Rezension!

    Liebe Grüße,
    Nicci

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