[Rezension] Lost in Fuseta von Gil Ribeiro

Veröffentlicht: 31. Juli 2018 von Juliane

Lost in Fuseta Book Cover
Lost in Fuseta
Leander Lost ermittelt #1
Gil Ribeiro
Krimi
Kiwi Verlag
April 2018
Taschenbuch
400

Sub-Inspektorin Graciana Rosado und ihr Kollege Carlos Esteves sind alles andere als begeistert als der Austausch-Ermittler Leander Lost aus Deutschland in Portugal ankommt.

Kaum ist dieser eingetroffen geschieht ein Mord: Ein Privatdetektiv wird tot auf einem Schiff aufgefunden. Lost, Rosado und Esteves nehmen die Ermittlungen auf und entdecken Erstaunliches, wobei auch sie selbst in Gefahr geraten.

 

Meine Meinung:

Als allererstes gebt ihr bitte “Algarve” in einer Bildersuche im Internet ein. SIEHT DAS NICHT TRAUMHAFT AUS? Genau dort spielt der Krimi “Lost in Fuseta”, den ich über die Schmökerbox “Azurblaue Morde” bekommen habe.

Ich bin nicht so extrem der Krimi-Leser. Wenn, dann reizen mich meist mehr Thriller. Dafür sehe ich ganz gern Krimis im TV. Zu Beginn bestätigte “Lost in Fuseta” meine Meinung zu Krimis, nämlich dass sie meist eher langsam voranschreiten, nicht so packend sind und Action eher seltener vorkommt.

Wir erfahren viel über den Schauplatz in Portugal, was mir tatsächlich ziemlich gut gefiel. Mit Portugal habe ich wenig am Hut und selbst war ich dort auch noch nie im Urlaub. Nachdem sie ausführlich über die Algarve Küste gesprochen hatten und von den vielen Flamingos – da warf ich das Internet an und suchte nach Bildern. Und wow – es ist wirklich wunderschön und vielleicht wird das mein nächstes Urlaubsziel.

Neben den Schönheiten von Portugal wurden auch die Charaktere beschrieben. Graciana Rosado und Carlos Esteves sind ein cooles Team, auch wenn sie nicht extrem mit besonderen Eigenschaften hervorstachen, viel mehr erfüllten sie einige Klischees eines Ermittlerduos. Mir gefiel die Schwester von Graciana Rosado, Soraia Rosado sehr! Sie war herzlich und schlau, auch wenn sie ein richtig typischer Sidekick war.

Leader Lost ist der Protagonist – ganz klar, denn immerhin ist der Roman nach ihm benannt. Dennoch erleben wir den Krimi nicht zu 100 % aus seiner Sicht. Oft erzählen auch Graciana und Carlos die Geschichte, bzw. verfolgt der Erzähler ihre Handlungen. Leander Lost wirkte für mich sehr konstruiert. Er ist der Hipster der Ermittler, denn er hat eine Eigenschaft (und ich verrate an dieser Stelle nicht, welche das ist), die er mit vielen seiner Kollegen teilt – zumindest wenn ich von meiner Tv-Krimi-Erfahrung ausgehe.

Wenn man all diese erfüllten Klischees eines Krimi zur Seite schiebt und akzeptiert, erlebt man eine tolle Geschichte.

Vor der wunderschönen Kulisse der Antlantikküste gibt es einen Mord, der Schritt für Schritt mit guter (und teilweise unkonventioneller) Polizeiarbeit aufgeklärt wird. Übrigens gefiel mir die Geschichte, die zu dem Mord führte, sehr gut – die ganze Thematik spricht mich sehr an und es gibt ja sogar ein reales Vorbild dafür (ein großer Hersteller, den man gern boykottieren darf – Namen nenne ich gern in einer privaten Unterhaltung 🙂 ).

Die ganze erste Hälfte der Krimis dümpelte etwas vor sich hin und ich konnte den roten Faden des Mordfalls nicht wirklich aufnehmen, doch zum Glück legte die zweite Hälfte einen Zahn zu und ich war richtig gefesselt. Es gab einige Überraschungen und zum Glück wurde es zum Glück nochmal emotional – damit meine ich, dass ich selbst mitgebibbert habe.

Die Auflösung des Krimis war für mich nicht vorhersehbar, man wusste recht schnell wer im Groben dahinter steckt, aber nicht welche Personen tatsächlich in dem Mordfall verstrickt ist. Es ist wunderbar! Dafür, dass der Krimi mit so wenigen Personen auskommt, hatte ich keinen wirklichen Verdacht.

Nun hat mich die ganzen Truppe rund um Leander (oder viel mehr: Rund um Soraia) doch ziemlich gepackt und ich freue mich, dass ich dank der Buchbox schon den zweiten Teil hier liegen habe. Ich denke, dass Gil Ribeiro (der übrigens ein deutscher Autor ist) einen neuen Stammleser gewonnen hat.


Fazit:

Ein solider Krimi vor einer tollen Kulisse in der Algarve in Portugal. Ich habe einen tollen Einblick in das Leben der Portugiesen bekommen und mochte auch die Thematik des Kriminalfalls. Leander Lost als Ermittler konnte mich nicht zu 100 % überzeugen, dafür seine portugiesischen Kollegen und vorallem Soraia Rosado. Die Spannung baute sich in der zweiten Hälfte auf und ich konnte das Buch dann kaum noch aus der Hand legen.


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