[Rezension] Me and Earl and the dying Girl

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Me and Earl and the dying Girl Book Cover Me and Earl and the dying Girl
keine 
Jesse Andrews
Jugendroman
288 e-book Seiten

Inhalt:

Greg ist ein Nerd. Viele Freunde hat er nicht, in der Schule schafft er es, sich unsichtbar zu verhalten und nicht in die Missgunst der Gruppen zu fallen. Earl ist Gregs Freund und beiden teilen die Liebe zu Filmen. Gemeinsam drehen sie einige ihrer Lieblingsfilme nach (natürlich darf die niemand sehen!).
Rachel. Eine ehemalige Bekannte und Mitschülerin erkrankt an Leukämie. Seine Mutter fordert Greg auf, Rachel in dieser schweren Zeit ein Freund zu sein. Doch wie soll er mit ihrer Krankheit umgehen? Und was soll er überhaupt zu ihr sagen?

 

Meine Meinung:

Dieses Buch ist ironisch, witzig, nerdig und unterscheidet sich von den “08/15” Büchern. Der Autor/Greg “spricht” mit dem Leser, es besteht keine Distanz. Es fühlte sich zunächst wie Prolog an, in dem einem kurz die Umstände geschildert werden und dann würde das Buch richtig beginnen. Allerdings blieb der Roman in der dieser Erzählweise, was nicht unbedingt schlecht. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass das Buch richtig gestartet hat.

Zwischendrin gibt es immer mal wieder Szenen in Manuskriptart. Passt super, denn Greg ist ein Filmfan und der Autor ist eigentlich Drehbuchautor. Diese Stelle wurden zu meinen Lieblingen in dem Roman, denn da hat der Autor/Greg seinen trockenen und selbstironischen Humor komplett entfaltet. Man kann den Film super vor den eigenen Augen sehen.

Zur Story: Ich habe etwas ganz anderes erwartet. Drama und innige Gefühle – ein Junge, der mit den Grausamkeiten des Lebens konfrontiert wird. Doch das passiert nicht. Greg behält seine nerdige und komische (im witzigen Sinne) Art und das Buch erreicht nie die Tiefe, die ich erwartet hätte. Denn gerade dieses Thema ist doch so ernst. Greg nimmt es nicht auf die leichte Schulter, aber es ist auch kein Drama für ihn.

Wieder und wieder bekräftigt der Autor/Greg, dass es nicht ein “typisches” Jugendbuch ist. Und ja, das stimmt. Hier ist kein Schema F zu finden. Was ich, ehrlich gesagt, schade finde. Denn ein bisschen Liebe, ein bisschen Herzschmerz – wem schadet das schon. Einerseits finde ich es super, dass ein Buch mal Abwechslung zeigt und nicht vorhersehbar ist, aber andererseits finde ich einen gewissen roten Faden nicht schlecht.

Dieses Buch kann gut eine wahre Geschichte sein. Von den Handlungen kann es aus dem Leben jeden zweiten Teenager-Jungen sein (bis auf die totkranke Freundin). Earl – der Kumpel von Greg – ging mir ziemlich auf die Nerven. Als er dem Leser vorgestellt wurde, habe ich gar nicht verstanden, was genau er “für einer ist”. Doch mit der Zeit lernt man ihn besser kenne. Auch er ist ein Nerd. Auf seine eigene Weise.

Ich habe rein gar nichts gegen Nerd (sind wir nicht alle ein wenig Nerd?), aber dieses Buch hätte ruhig etwas mehr Action und Gefühle bieten dürfen. Es kam mir vor wie ein Buch von einem Teenager-Jungen für andere Teenager-Jungen. Ich konnte oft nichts mit der Geschichte anfangen und habe mich etwas gelangweilt.

Aber es gab ja auch einen Grund, warum ich das Buch lesen wollte. Und das war eindeutig der erste Blick: Das Cover! Denn das ist der Wahnsinn! Es sieht super aus! Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer an diesem Buch vorbei gehen kann, wenn man es z.B. im Schaufenster von einer Buchhandlung sieht.

Ich kann anderen von diesem Buch weder ab- noch zuraten, denn es ist reine Geschmackssache. Der Schreibstil ist super und unterhaltsam. Die Manuskript-Passagen haben mir sehr gut gefallen. Auch Greg macht sicherlich eine Art Entwicklung durch. Allerdings fehlten für meinen Geschmack einige Punkte und dadurch bekommt es von mir keine volle Punktzahl.

 

Fazit:

Einzigartiges Cover! Schon allein ein Grund, das Buch zu kaufen und es dekorativ in das Regal zu stellen. Für mehr konnte ich mich leider nicht begeistern. Zu sehr Nerd und auf der Komikebene.

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