[Rezension] New Girl

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New Girl Book Cover New Girl
keine-
Paige Harbison -
Jugendbuch, Liebe, Krimi
304

Inhalt:

Sie ist neu auf der Manderly Schule. Von allen wird sie nur “die Neue” genannt und ihr wird es denkbar schwer gemacht, in die Gemeinschaft zu finden. Denn ein Schatten liegt über der Schule: Becca Normandy ist verschwunden. Auch Becca war “die Neue”, die für Intrigen, Streit und Gerüchte gesorgt hat.

Sie lebt in dem Zimmer, in dem Becca gewohnt hat. Sie verliebt sich in den Freund von Becca. Und sie wird von niemanden an der Schule akzeptiert. Denn einige sind überzeugt: Sie ist nur eine billige Kopie von Becca. Und Becca wird wieder kommen. Was dann passiert weiß keiner. Doch was ist überhaupt mit Becca geschehen?

Eine Neuerzählung des Klassikers Rebecca von Daphne du Maurier.

 

Meine Meinung:

Ich kenne nicht das Original, auf dem dieser moderne Roman aufbaut. Deshalb kann ich nicht darauf eingehen, ob es eine “billige Kopie” oder eine wunderbare Neuerzählung ist. Aber ich kann so viel sagen: Mir hat diese Geschichte gut gefallen.

Sie hat mir gefallen, weil sie sich in vielen Punkten vom Standard unterscheidet. Denn eigentlich ist dieser Roman ein Krimi. Becca ist verschwunden. Keiner weiß, wo sie ist. Ob sie noch lebt. Und wenn sie tot ist – wie? Wurde sie ermordet? Wie kam es dazu? Tausende Fragen tauchen auf und der Leser wird stetig mit neuen Hinweisen gefüttert und so stellt man ständig neue Vermutungen an. Wieder hat mein Hirn auf Hochtouren gearbeitet und ich habe sonst was gedacht.

Das Meiste war dann tatsächlich innerhalb meiner Fantasie geblieben. Denn obwohl die Geschichte zunächst etwas abgedreht wirkt, weil alle Personen soooo seltsam auf Sie reagieren, ist sie sehr schlüssig. Stück für Stück wird der Leser an die Wahrheit näher gebracht und die kleinen Szenen fügen sich zu der großen ganzen Geschichte zusammen.

Lange wird man im Dunkeln gelassen und kann nur rätseln. Was das Geheimrezept dieses Romans ist: Die Spannung. Was ist passiert? Wer ist Becca? Wer ist Sie? Auch die wechselnden Erzählperspektiven (Sie/Becca) hat der Geschichte eine Dynamik gegeben. Die Nebencharaktere waren hier nicht die Träger der Geschichte – gerade auch die männlichen Personen, die sonst die “Helden” von Jugendromanen sind, waren gar nicht mein Ding.

Nicht ganz verstanden habe ich, warum um “die Neue”/Sie so ein Geheimnis gemacht wird. Wieso erfährt man ihren Namen nicht? Und warum wird er dann doch am Ende enthüllt? Ich hatte mich an die Anonymität gewöhnt – es als Bestandteil des Konzepts gesehen – und dann wurde Sie doch beim Namen benannt..

Punktabzug bekommt der Roman für seine schlechte Moral. Denn was soll das? Becca ist cool, weil sie verbotene Parties schmeißt, gegen alle Regeln verstößt und am ersten Abend gleich mit einem Jungen ins Bett geht? Muss das sein? Und Sie ist uncool, weil sie gerade das alles nicht bieten kann. Auch wenn nur so die “Durchtriebenheit” von Becca gezeigt werden soll – das ist der falsche Weg.

Paige Harbison mag zwar nicht den besten Schreibstil haben, aber ihre Geschichte unterhält und fesselt den Leser auf seine eigene Weise. Innerhalb von wenigen Tage – ach, Stunden – hab ich das Buch gelesen und habe in den Lesenpausen auch noch darüber nachgedacht. Genau DAS ist immer ein gutes Zeichen.

Das Wort zum Cover: Klasse! Ich mag es total! Das Wasser, das Mädchen. Auf den ersten Blick passt es nicht zu dem Roman, aber auf den zweiten umso besser… mehr verrate ich hier nicht.

 

Fazit:

Ein gutes Jugendbuch für Zwischendurch. Die Story ist spannend und lässt viel Platz zum Spekulieren. Fans von dem Klassiker “Rebecca” werden dieses Buch lieben, alle anderen werden auch ihre Freude daran finden.

2 Antworten auf „[Rezension] New Girl“

  1. Ich fand die Idee, dass ihr Name nicht genannt wird ganz cool, aber Sinn hat es für mich auch nicht gemacht… höchstens in so fern, dass sie noch isolierter herüberkommen sollte.

    Ich fand übrigens nicht, dass Beccas Freizügigkeit als supercool dargestellt wurde. Ich hatte eher den Eindruck, dass die Autorin über die ganzen Party- und Trinkszenen immer ein wenig den Zeigefinger erhebt ;D Becca habe ich nie als positiv dargestellt empfunden, weil sie mich einfach so dermaßen genervt hat.

  2. Ich mochte Becca auch nicht – ich meinte eher, dass sie damit in dem Buch so gut ankommt. Ihr erster Abend als "die Neue" und durch die Party etc. wird sie sofort das "It-Girl" der Schule.

    Und mit dem Namen.. ja, ich weiß es nicht. Vielleicht muss man dafür das Original gelesen haben 😉

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