[Rezension] Persuasion: A Latter-day Tale

Veröffentlicht: 4. Januar 2012 von Juliane

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Persuasion - A Latter-day Tale Book Cover
Persuasion - A Latter-day Tale
keine 
Rebecca H. Jamison
Liebe, Jane Austen, Religion
280 e-book Seiten

Inhalt:

Die 27-jährige Anne ist immer für andere da und opfert sich für sie auf. Auch für ihren Vater tut sie alles. Als dieser seinen Job verliert, hilft sie ihm, das Haus zu verkaufen. Hätte sie nur vorher gewusst, wer es kaufen würde! Nach langen 8 Jahren sieht sie ihn wieder: Neil Wentworth. Sein Bruder und dessen Frau interessieren sich für das Haus, keiner von ihnen weiß von Anne und Neils gemeinsamer Vergangenheit…
Anne fühlt sich noch immer zu ihm hingezogen, doch er ist liiert. Und wenn er es nicht wäre: Könnte er ihr jemals verzeihen, was sie damals getan hat?

 

Meine Meinung:

Dieser Roman ist eine moderne Adaption des Klassikers “Überredung” ( = Persuasion) von Jane Austen. Ich bin ein riesiger Fan von Jane Austen und habe schon viele Bücher rund um ihre Geschichten gelesen, doch war dies die erste moderne Version von “Überredung”. Schließlich ist es auch nicht gerade einfach, “Überredung” in die heutige Zeit zu wandeln. Anne ist ein grauer Charakter, der sehr passiv ist und nicht unter die Top 3 der Lieblings-Romanheldinnen fällt. Was sehr schade ist, denn ich finde die Geschichte so schön.

Rebecca H. Jamison hat es wunderbar geschafft, “Überredung” ein neues Gewand zu geben und Anne ins Hier und Jetzt zu holen. Anne ist eine junge Frau, die in Arbeit versinkt und sich für andere aufopfert. Sie ist ein ruhiger Mensch, der viel denkt und sich Sorgen macht. Sie wird ausgenutzt, lässt es zu und fühlt sich vielleicht auch in dieser Position recht wohl. Neil Wentworth – auch hier “Captain” Wentworth, ist ein Polizist, den Anne aus Uni-Zeiten kennt. Er sieht gut aus und ist beliebt. Die quirlige Lucy ist an seiner Seite und ist komplette Gegenteil von Anne. So etwas gibt es damals wie heute.

Zu Beginn sind die Verbindungen zwischen diesem Roman und “Überredung” sehr deutlich. Man sieht die Handlungstränge klar und man erkennt als Jane Austen Fan vieles wieder. Was mich nicht weiter gestört hat, ich finde es interessant zu sehen, wie die Autorin, die Szenen aus dem 19ten Jahrhundert ins Jetzt bringt. Ein Ausflug nach Lyme wird zu einem Strandausflug nach Carolina Beach. Von einem Sturz mit Kopfverletzung – was damals übel enden konnte – wird eine Quallenvergiftung – die heute übel enden kann.

Aber mit dem Laufe des Romans, legt man die Gedanken an Jane Austen mehr und mehr ab. Der Roman entwickelt seinen eigenen Charme, man sieht Anne gar nicht mehr als Jane Austen’s Figur, sondern als “neuen” Charakter von Rebecca H. Jamison. Ebenso Neil Wentworth, mit der Zeit vergisst man Frederick Wentworth und sieht nur noch Neil. In ihrem Roman hat es die Autorin geschafft, eine völlig neue Geschichte zu entwickeln. Ähnlichkeiten werden weniger und weniger.

Zum Ende hin habe ich mir allerdings ein wenig Sorgen gemacht, weil ich doch nicht auf meine Lieblingsszene von “Überredung” verzichten wollte – der Brief von Captain Wentworth und seine Anne Elliot. Doch zum Glück hat Rebecca H. Jamison darauf nicht verzichtet und hat auch das sooo schöööön in ihre Geschichte einfließen lassen. Eigentlich kann ich sagen, dass mir dieses Buch durchweg gut gefallen hat. Man fühlt Annes Gefühle mit und verliebt sich in Neil.

Doch gibt es ein “Aber”. Was theoretisch kein Kritikpunkt ist. Denn bei “Latter-day Tale” habe ich an die Übersetzung im Sinne von “Latter-day” = “Heutige/moderne” gedacht. Allerdings gibt es auch noch eine andere Bedeutung. Denn “Latter-day Saint” ist die Mormonische Kirche. Und das ist auch ein Teil dieses Buches. Was eigentlich eine gute Idee ist. Denn so ist Annes Zurückhaltung auf ihrem Glauben basierend. Allerdings kommen dadurch auch sehr viele religiöse Themen auf den Tisch, was nicht ganz mein Fall ist, da ich nicht der Mormonischen Kirche angehöre. Gerade am Ende wurde dieser Aspekt besonders stark, weshalb mir das Ende nicht zu 100% gefallen hat.

 

Fazit:

Eine romantische Neuerzählung des Klassikers von Jane Austen. Mit seinem religiösen Touch konnte mich der Roman nicht restlos überzeugen, aber dennoch bin ich einer großer Fan dieser moderenen Version. Empfehlenswert für Jane Austen Fans und solche, die es werden wollen.

12 Kommentare

  • Miss Bookiverse 5. Januar 2012 at 12:05

    Ich bin gerade über das Cover gestolpert… auf dem Foto sind ja noch die stock photo credits drauf o.O Ist zwar nur ein E-Book, aber ich bezweifel, dass man dafür einfach rechtlich geschützte Fotos benutzen darf, um ein Cover zu machen.

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  • Juliane 5. Januar 2012 at 16:53

    Da habe ich keine Ahnung.. ist wirklich komisch. Aber da das Buch ja auch erst in zwei Monaten (oder so) erscheint, ist das vielleicht nur eine vorläufige Version..?!

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  • Miss Bookiverse 5. Januar 2012 at 16:55

    Ah, das kann sein, hoffen wir es mal ;D Trotzdem irgendwie unprofessionell das so rauszugeben 😛 Aber wenigstens war das Buch (für dich) gut 🙂

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  • Juliane 5. Januar 2012 at 17:05

    Ich find das Cover eh nicht so den Bringer. Aber naja.. einem geschenkten Gaul… *g*

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  • Miss Bookiverse 5. Januar 2012 at 17:06

    Beim Ebook ist das ja eh nicht so wichtig 😉

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  • Juliane 5. Januar 2012 at 17:07

    Ja, da sieht man es nicht ständig *g* Was bei manchen eBooks wiederrum schade ist.

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  • Miss Bookiverse 5. Januar 2012 at 17:09

    Die musst du dann als print lesen 😉

    Reply
  • Juliane 5. Januar 2012 at 17:15

    Hehe 🙂

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  • Rebecca H. Jamison 6. Januar 2012 at 23:26

    Juliane, Thanks for your review! Sorry I only speak English, but my daughter studies German. Somehow my preview cover got put on goodreads etc. You can get a better cover image at my blog: rebeccahjamison.com

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  • Juliane 7. Januar 2012 at 9:41

    Hi Rebecca! Many thanks for your comment! 🙂 Ok, that explains why this "Stock photo" is on the cover. I will download it from your website and replace it in my review.
    Thanks! 🙂

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  • Juliane 7. Januar 2012 at 9:47

    Rebecca, this "real" cover looks much better than the preview cover 🙂 Btw, my review is also in English language on Goodreads: http://www.goodreads.com/review/show/246078062

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  • Miss Bookiverse 7. Januar 2012 at 20:18

    I agree, much better cover!

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