[Rezension] The Wrong Girl von Megan Goldin

Veröffentlicht: 15. März 2019 von Juliane

The Wrong Girl
Megan Goldin
Elvira Willems
Thriller
Piper Verlag
Februar 2019
Taschenbuch
381
The Girl in Kellers Way
… den Verlag!

In letzter Zeit geht Julie fast jeden Morgen joggen. Ihr Weg führt durch den Wald und zum Keller Way. Bis sie an einem Tag plötzlich Zeugin eines Autounfalls wird und dabei selbst verletzt wird. Der Fahrer stirbt kurz darauf, doch schafft es vorher noch mit Julie zu sprechen. „Du bist in Gefahr“, sagt er ihr. Sie ist völlig durcheinander und flüchtet zu ihrem Ehemann Matt. Später kommt heraus, dass es nie einen Unfall gab und Julie zweifelt an ihren Erinnerungen. Nicht viel später wird im Keller Way eine Leiche geborgen. Aber nicht irgendeine Leiche. Es ist die erste Ehefrau von Matt, über dessen Tod er auch nach über fünf Jahren nicht hinweg ist. Für Julie steht die Welt still und alle ihre Gedanken verschwimmen, bis sie selbst erneut in Gefahr gerät.

Meine Meinung:

Australische Thriller haben mich bisher noch nie enttäuscht und so griff ich gespannt zu diesem von Megan Goldin. Der Klappentext erinnert mich ein wenig an den Bestseller „Gone Girl“ – allerdings könnte die Geschichte fast nicht unterschiedlicher sein.

Zu Beginn merkte ich schon, dass mich hier ein spannender und temporeicher Thriller erwartet. Die Kapitel sind sehr kurz, ebenso die Dialoge und der Wechsel der Perspektiven ist sehr rasch. Julie erzählt sehr emotional und ihre Gedanken sind oft durch Medikamente vernebelt. Die Autorin hat das echt gut dargestellt, denn als Leser war ich mir irgendwann auch nicht mehr sicher, was Julie tatsächlich erlebte und was aus ihrer Vorstellung kam.

Hingegen war Meg, die Ermittlerin, sehr kühl und rational. Ich mochte auch ihre Kapitel, auch wenn dort gern mehr hätte passieren können. Es wurden ein paar Geheimnisse aufgedeckt und eher die Hintergrundgeschichte erzählt, sodass man als Leser auf die verschiedensten Fährten gelockt wird.

Der Schreibstil generell von der Autorin ist klasse! Ich werde sie auf jeden Fall im Auge behalten. Prägnante Sätze und ein gutes Mittelmaß an Mischung von Beschreibungen und Dialogen beherrschten das Buch, was für mich einen Thriller sehr lesenswert macht. Und auch die Geschichte zum Großteil gefiel mir gut. Es ist mal etwas anderes, etwas, das zum Nachdenken anregt.

Allerdings war es das Ende, was mich zur Ernüchterung brachte. Schon auf dem Klappentext wurde etwas verraten, das erst zum letzten Drittel des Buches relevant wurde. Ich war mir sicher, dass wir dadurch einen Plottwist bekommen würden. Auch der Titel ließ mich verschiedenste Vermutungen anstellen. Und dann war die Auflösung doch recht unspektakulär und fast absurd. Ach, das ist wirklich schade, denn die restliche Geschichte ist so unglaublich gut.

Dennoch kann ich das Buch empfehlen! Mein Highlight war definitiv Julie selbst, ihr Charakter ist wirklich faszinierend und ich hätte ihre Lebensgeschichte gern weiter verfolgt!


Fazit:

Ein so spannender und temporeicher Thriller! Von Seite 1 war ich voll dabei und fieberte gespannt mit, was hinter den ganzen Ungereimtheiten steckte. Besonders angetan war ich von dem Wechsel der Perspektiven zwischen der Ermittlerin und Julie. Die Grundidee der Geschichte begeisterte mich wirklich, allerdings war mit die letztendliche Auflösung am Ende zu simpel, was meine Euphorie etwas dämpfte.


Vielen Dank…

… an den Piper Verlag für mein Rezensionsexemplar!


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