[Rezension] Virtuosity

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Virtuosity - Liebe um jeden Preis Book Cover Virtuosity - Liebe um jeden Preis
keine 
Jessica Martinez
Liebe, Musik, Jugendroman
249

Inhalt:

Carmen ist mit ihren 17 Jahren eine der erfolgreichesten Violinistinnen. Sie spielt vor ausverkauften Konzertsälen und tourt durch die ganze Welt. Doch ihr Ruhm hat seine Schattenseiten: Der Druck ist hoch, Carmen ist kurz vor dem Zusammenbruch. Um dem Lampenfieber Herr zu werden nimmt sie Tabletten.

In zwei Wochen ist der wichtige Guarneri-Wettbewerb, in dem die besten Musiker der Welt gegeneinander antreten. Carmen und Jeremy sind die großen Favoriten. Was zunächst als Beobachtung der Konkurrenz beginnt, wird bald zu einem ganz großen Gefühl: Kurz vor dem Wettbewerb verlieben sich Carmen und Jeremy ineinander. Doch Carmen bekommt Zweifel: Ist es echt oder will Jeremy den Sieg um jeden Preis?

 

Meine Meinung:

Warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte? Das hatte zwei entscheidende Gründe. Punkt eins: Das Cover. Wow! Sofort springt es einem ins Auge und man ist davon gefesselt. Noten und Notenschlüssel in zartem weiß geben dem edel wirkenden Cover einen besonderen “leichten” und “schwebenden” Beigeschmack. Die Geige und das nachdenkliche Mädchen lassen den potentiellen Leser sofort wissen, worum es in diesem Roman geht.

Aber dieser Roman war nicht eine reine Coverentscheidung: Nein, auch der Inhalt hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Eine erfolgreiche Violinistin. Zwei leidenschaftliche Musiker. Eine starke Liebe, die auf Hindernisse trifft. Mich haben diese Eckdaten sofort an “Wenn ich bleibe” von Gayle Forman erinnert.

Weitere tolle Cover zu “Virtuosity”

Leider wurde genau das zu meinem Verhängnis. Denn dieser Roman
schafft es nicht, “Wenn ich bleibe” auch nur annähernd zu berühren. Das
habe ich schon nach den ersten Seiten gemerkt, deshalb hab ich ganz
schnell versucht, “Wenn ich bleibe” aus meinem Kopf zu betreiben und mich komplett auf “Virtuosity” einzulassen. Ich habe es versucht und doch hat mich “Virtuosity” nicht komplett überzeugen können.

Mir hat das letzte Bisschen, dieses besondere Etwas gefehlt, was
mich an Büchern fasziniert und ein Buch auch zu einem Liebling macht. An
Fakten kann ich es nicht fest machen. Denn der Schreibstil ist schön,
die Geschichte wird aus Carmens Sicht beschrieben. Ihr Leben ist
furchtbar. Denn die Liebe zur Musik ist nicht mehr zu spüren. Ständig
ist diese Angst, dieser Druck, allgegenwärtig. Die Geige steht im
Mittelpunkt, ihre Mutter drängt sie. Vielleicht war es auch genau das:
Man hat als Leser selbst diese Eingeengtheit gespürt. Erst als Jeremy
auf der Bildfläche erscheint, löst sich dieses Gefühl. Aber nie ganz.
Carmen ist ständig steif und verstockt. Die entspannte Leichtigkeit, die Jeremy verströmt, erreicht sie nie.

Jeremy scheint ein toller Kerl zu sein. Talentiert, mit Liebe zum Geigenspiel und eine Familie, die nicht bei ihm sein kann und ihm doch näher ist als es bei Carmens Familie der Fall ist. Er ist locker und doch so erfolgreich. Ihm gönnt man letztlich den Sieg viel mehr als Carmen. Ich kann es wieder an nichts fest machen, aber ich hatte nie mit Carmen mitgefühlt. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Roman – meiner Meinung nach – nicht gut aufgebaut war.

Der Prolog beginnt mit einem Cliffhangermoment. Spannung! Eine Szene, die kurz vor dem Ende des Romans spielt und den Leser darauf einstimmt, dass Carmen eine Wandlung durchlaufen wird. Und doch ist dieser Appetizer nicht mehr als ein irreführendes Versprechen. Denn danach wird die Geschichte in ihrer Geschwindigkeit zurückgefahren und es dümpelt vor sich hin. Immer wieder hätte ich Carmen gern angestupst. Schnell. Los. Erzähl weiter. Ich hätte es gut gefunden, wenn der Wettbewerb nicht DAS Highlight – der Höhepunkt der Spannungskurve – so ziemlich am Ende des Roman gewesen wäre – sondern, wenn er schon in der Mitte des Romans geschehen wäre.

Trailer zu “Virtuosity”

Denn letztendlich interessiert mich die tablettenabhängige, unterdrückte Carmen kaum. Ich will eine verwandelte Carmen. Und ich will die Liebe (?!) zwischen Carmen und Jeremy sehen. Wieso wurden darauf nur ein paar Seiten verwendet? Die Autorin hätte manchmal die Musik und das Gerede darüber etwas in den Hintergrund stellen sollen und Carmen und ihre Gefühle in den Vordergrund rücken sollen. Denn genau das ist es, was Leser(innen) haben wollen: Drama. Liebe. Tiefe Gefühle, die sie selbst spüren können. Bei mir kam leider kein Gefühl an. Ich habe diese Geschichte neutral gelesen.

Sie ließ sich schnell und zügig lesen. Es war sehr angenehm, das Buch zu lesen. Aber es konnte mich leider nicht überzeugen. Auch Nebenpersonen hätten gern noch größere und wichtigere Rollen spielen dürfen. Zum Beispiel Jeremys Großmutter, so gern hätte ich sie “kennengelernt”.

 

Fazit:

Eine schöne Geschichte um zwei junge Musiker, die sich ineinander verlieben, obwohl sie es nicht dürfen. Überzeugen konnte mich der Roman nicht komplett, aber für Zwischendurch ist er durchaus empfehlenswert.

Vielen Dank an den Lübbe Verlag und “Blogg dein Buch” für dieses Exemplar!
Habt ihr Lust, das Buch selbst zu lesen? Einfach hier bestellen: Klick!

15 Antworten auf „[Rezension] Virtuosity“

  1. Hallöchen,

    ich hab mal eine Frage an dich, wie macht man diesen farbigen Kasten? Oder gar diesen farbigen Strich. Versuche schon was länger dahinter zu kommen, vielleicht kannst du es mir erklären? Wäre sehr lieb 😛

    LG
    Jen

    1. Hallo Jen!

      Das ist eigentlich ein total billiger "Trick" 🙂
      Du füllst einfach deinen Text mit einer "Texthintergrundfarbe". Das ist das Symbol neben der Textfarbe (sieht aus wie ein Textmarker).

      Text markieren, die Hintergrundfarbe einstellen, fertig!

      Liebe Grüße
      Juliane

  2. Hi,
    tolle Rezi. Ich persönlich finde ja das erste Cover am Besten. Ich wollte das auch schon mal lesen, aber nachdem "Wenn ich bleibe" auch auf meinem Wunschzettel steht, werde ich mir überlegen, ob ich mein Geld nicht lieber in dieses Buch investieren sollte 😉
    Ich bin jetzt auch Leserin bei dir, vielleicht magst du mal bei mir vorbei schauen ^^
    Wünsche dir noch einen sonnigen Mittag.
    LG

    1. Hallo Patricia,

      danke! Mir gefällt auch das deutsche Cover am besten. Es passt perfekt zur Story!

      Du könntest ja auch zuerst dieses Buch lesen und danach "Wenn ich bleibe" – dann sind die Erwartungen auch nicht so verdorben wir bei mir 😉

      Klar seh ich auch bei dir vorbei!

      Liebe Grüße
      Juliane

    1. Ja klar, immer raus mit den Fragen 🙂

      Meinst du die Cover-Bilder? Da füge ich mit html Code die Bilder ein und setze dahinter einen Link. Ich kann dir den Code gern mal schicken (pN per Goodreads;) ).

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