[Rezension] Wunschkonzert

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Wunschkonzert Book Cover Wunschkonzert
/  
Anne Hertz
Unterhaltungsroman
380

Inhalt:

Stella ist eine erfolgreiche AR Managerin in einer großen Hamburger Plattenfirma. Sie hat den richtigen Riecher für Stars und entscheidet, wer einen Plattenvertrag bekommt und wer nicht. Doch dann der Schock: Der Chef will nicht mehr und hat die Firma an ein Konkurrenzunternehmen World Records verkauft.
Voller Motivation hat der neue Chef die Idee eines Teambuildingseminars und läd alle Mitarbeiter zu einer “Reise” ins Nirgendwo ein. Für Stella der Beginn eines Kampfes, denn auch in der anderen Firma gibt es einen AR Manager. Der nicht nur gut aussieht, sondern zudem noch unglaublich charmant und gleichzeitig provakant ist; er reizt Stella bis aufs Blut und überlässt ihr nicht ohne Weiteres das Feld.
Er ist nicht einzige Mann in Stellas Leben: Auch Musiker Tim hat es ihr angetan. Sie will ihn und seine Band unter Vertrag nehmen… doch ist das jetzt noch möglich?

 

Meine Meinung:

Bisher habe ich alle Bücher von dem Autorenduo Anne Hertz gelesen und ich muss leider sagen, dass ich von diesem Buch etwas enttäuscht war. Dabei klingt der Inhalt super und auch das Cover ein Hingucker!

Doch mich hat das Buch nicht gepackt. Die Ideen waren nicht neu und es war oft vorhersehbar. Gerade das ist sonst nicht Anne Hertz’ Stil. Klar gab es immer mal wieder lustige Szenen, aber nichts, das spektakulär und zum Kaputtlachen war.

Wie schon der Titel sagt, geht es um Musik. Das Thema Musik steht klar im Vordergrund. Die Firma ist eine Plattenfirma, Stella arbeitet in der Branche und ein Musiker spielt eine Hauptrolle. Immer wieder werden Songtexte zitiert, wieder und wieder. Die sind nicht ausgedacht, nein, sie stammen von Jan Sievers, der einen neuen Song herausgebracht hat, der zu diesem Buch “gehört”. Eine geschickte Zusammenarbeit, die mich ziemlich gestört hat.

Denn der Musiker Tim, der als super gut aussehend, total nett und talentiert beschrieben wird, ist ganz klar der Sänger Jan Sievers. Aussehen gleich, Name ähnelt sich mehr als auffällig (musste das sein?) und die Songs von Tim sind die Songs von Jan Sievers. Und gerade auch deshalb wusste ich seit Beginn des Buches wie es ausgehen würde. Da dieses Buch eine Werbung für den Song und das Album von Jan Sievers ist, kann das Autorenduo den Sänger nicht schlecht dastehen lassen.

Obwohl ich ein Musikfan bin (und mir sogar auch dieses Gerne von Jan Sievers gefällt), ist das Zusammenbringen von Buch und Musik immer etwas kritisch. Natürlich kann man sich während des Lesens die Musik anhören, aber was wenn man es nicht tut? Dann funktioniert dieses Konzept nicht. Ich möchte nicht auf jeder zweiten Seite (übertrieben gesagt) Songtexte lesen, die zwar recht nett sind, aber mehr durch das Lied, die Stimmung darin und Melodie leben.

Aber genug von der Musik. Zurück zu den Personen: Stella ist mir nicht besonders im Gedächtnis geblieben, sie ist zwar authentisch, aber weder sympathisch noch unsympathisch. Sie war “okay”. Mit ihr mitgefiebert habe ich leider nicht.. und mein Mitleid hielt sich auch in Grenzen. Die Nebenpersonen waren mir leider auch zu flach und wenig ausgegoren. Gern hätte ich mehr Kanten, Ecken und spezielle Charaktere gesehen.

Die Liebesgeschichte und das Hin und Her habe ich Stella nicht abgekauft. Tut mir Leid, aber für mich enthielt das Buch keinen Funken Romantik. Schade! Anne Hertz kann das besser!

Insgesamt kann ich das Buch dennoch nicht schlechter als drei Herzen bewerten, weil es einfach doch immer auch wieder lustige Szenen gab. Zwar gab es viele klischeehafte Situationen, aber die haben Anne Hertz sehr schön beschrieben, dass sie dennoch witzig waren. Der Plot war abgerundet, keine Fragen blieben offen und das Ende ist ein Happy End.

Nebenbei gesagt: Mein Anne Hertz Liebling ist “Sternschnuppen“. Das Buch kann ich nur empfehlen! Darin gibt es die Romantik, die Einzigartigkeit und Witzigkeit, die ich bei Anne Hertz so mag.

Fazit:

Für mich kein Hit. Mehr hatte es den Beigeschmack einer Promotion für den Sänger Jan Sievers. Andere Bücher von Anne Hertz waren eindeutig besser, hier fehlte es an Witz, Sympathie und an Romantik. Dafür viel Musik, was schön ist, aber leider erreichte es mich nicht.

Übrigens:

Das Lied zum Buch könnt ihr euch hier anhören und ansehen: Klick. Das Video finde ich super, simpel aber effektiv 🙂

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