[Rezension] Heute schon geträumt?

Veröffentlicht: 27. Juni 2011 von Juliane

Dieser Artikel ist ein Import von Julianes Büchertruhe auf Blogspot.

Es wurde sich die größte Mühe gegeben die Inhalte so gut es geht zu übernehmen.

Wenn doch mal etwas wichtiges kaputt sein sollte, kannst du hier zum ursprünglichen Artikel wechseln.

Heute schon geträumt? Book Cover
Heute schon geträumt?
/
Alexandra Potter
Unterhaltungsroman
430

Inhalt:

Charlotte ist 32 Jahre alt und steckt in ihrem Leben fest: Sie hat eine eigene PR-Firma, die zwar einigermaßen läuft, sie aber nicht glücklich macht. Sie arbeitet rund um die Uhr, hat ihren gesamten Tag durchgeplant. Ihre Nerven liegen blank, sie ist seelisch und körperlich nahe dem Absturz. Ihr Freund Miles sieht sie immer mal wieder, aber nicht so oft wie sie es gern hätte. Er plant mit ihr eine Zukunft, doch auch in der Sache fühlt sich Charlotte nicht wohl.
Dann begegnet sie sich selbst. Allerdings in einer 21 jährigen Version. Sie trifft sich selbst, sieht wie froh, frei und leicht sie damals war und kommt ins Grübeln. Hat sie das Leben, dass sie sich damals gewünscht hatte? Sie gibt ihrem jüngeren Selbst Ratschläge, will sich selbst auf eine bessere Bahn lenken…

 

Meine Meinung:

Die Aufmachung der Cover der Bücher von Alexandra Potter gefällt mir richtig gut, sowohl die deutschen Ausgaben, als auch die englischen. Bisher habe ich bisher “Ein Mann wie Mr. Darcy” und “Der Wunschzettel” gelesen. Vergleichbar sind die Bücher nicht, jedenfalls habe ich noch kein Schema hinter Alexandra Potters Geschichten gefunden.

Nun aber zu “Heute schon geträumt?”. Der Klappentext verspricht eine andere Geschichte. Ich habe erwartet, dass es in diesem Buch um den Austausch von der jungen Charlotte (genannt Lottie) und der älteren Charlotte (genannt Charlotte) geht. In meinem Hirn hatte sich schon ein halber Film abgespielt, als ich gelesen habe, dass Charlotte Lottie Tipps gibt und sie von Dummheiten abbringt. Ich dachte, Lottie ändert ihr Verhalten und somit verändert sich Charlottes Leben. (Ein bisschen so wie in dem Film “The Butterfly Effect“, falls den jemand kennt.)

Allerdings war das nicht der Fall: Das Buch handelt von Charlotte, in der Version “32 Jahre alt”. Sie unterhält sich mit Lottie, es baut sich eine Freundschaft zwischen den beiden Frauen auf und Charlotte überdenkt ihr Leben. Sie zweifelt an ihrem Alltag, ihrem Job, ihrem Freund. Sie ändert viele Dinge, beginnt wieder die wahre Charlotte zu sein.
Diese Entwicklung war sehr schön zu sehen und zu lesen. Charlotte ist trotz ihre zeitweise Verstocktheit eine sympathische Hauptperson, mit der man gut mitfiebern kann.


Als 22 jährige Lottie ist Charlotte sehr gedankenlos und blauäugig. Ich selbst bin in dem Alter und finde es etwas übertrieben. Aber in einem Roman muss es ja manchmal überspitzt zugehen 🙂 Trotz allem ist ihre Sicht auf das Leben gar nicht so verkehrt: Nicht zu ernst und nach den eigenen Wünschen.
Die Lektion, die jeder daraus ziehen kann: Man sollte überprüfen, ob man mit seinem Leben zufrieden ist wie es zurzeit ist. Und wenn man es nicht ist, gibt es immer Wege wie man seine Lebensweise ändern kann. Sackgassen gibt es nicht. Nur neue Wege.


Highlight des Buches, meiner Meinung nach, ist eine Streitszene am Ende. Charlotte beginnt mal Krallen, Ecken und Kanten zu zeigen und es war richtig unterhaltsam. Sowieso gefiel mir das Buch zum Ende hin erst richtig gut. Mir war der Einstieg in die Geschichte einfach zu langwierig. Bestimmt 100 Seiten hat es gedauert, bis Charlotte richtig auf Lottie trifft. Und dann reden sie zwar miteinander, aber nur über das Leben. Ich an Charlottes Stelle hätte Lottie sofort eingeweiht, ihr erzählt wer ich bin und die Karten auf den Tisch gelegt. Aber so versucht Charlotte Lottie nur zu beeinflussen… ob das funktioniert, verrate ich an der Stelle nicht…

Es gibt auch eine Liebesgeschichte in diesem Roman, allerdings ist sie fast nebensächlich. Und leider, finde ich, auch etwas unglaubwürdig. Aber dennoch schön für Charlotte 😉 Sie rundet die Geschichte von Charlotte gut ab und gibt dem Gesamten ein Happy End.

Ich habe das Buch im Original gelesen (Englisch). Der Schreibstil von Alexandra Potter ist sehr witzig und unterhaltsam. Sie schreibt schnell, verwendet viele kurze Sätze und rasche Gedankengänge.

 

Fazit:

Der Anfang ist lahm, die Mitte so lala und das Ende richtig gut. Leider hat mich das Buch nie richtig gepackt. Dennoch finde ich es lesenswert. Es fehlte etwas an Tiefgang in Sachen zwischenmenschlicher Beziehungen. Die lustige Schreibweise macht es aber wieder wett.

2 Kommentare

  • animasoul 27. Juni 2011 at 19:14

    Huhu, Juliane!

    Ich habe zwar bisher nur ein Buch vond er Autorin ("Me and Mr Darcy") gelesen, aber ich habe es sehr gemocht. Die Autorin hat einen sehr angenehmen und humorvollen Schreibstil, der das Lesen ihrer Werke zu einem unterhaltsamen Vergnügen macht.

    Ein weiteres Buch von Frau Potter befindet sich auch schon auf meinem SuB: "Calling Romeo". Hast du es schon gelesen?

    Im Übrigen war ich mal so frei und hab zwei Awards an dich verliehen:

    http://animasoul1986.blogspot.com/2011/06/awards-kreativ-blogger-award-one-lovely.html

    Viele liebe Grüße
    animasoul

    Reply
  • Juliane 28. Juni 2011 at 6:13

    Hallo animasoul!

    Ohhhh, danke für die Awards!!! 🙂
    Da freu ich mich seeeeehr! Muss ich gleich mal nen Post machen 😀

    Zu deiner Frage: Calling Romeo kenn ich noch nicht. Der Schreibstil von der Autorin gefällt mir auch richtig gut, ich hab nur manchmal ein kleines Problem mit ihrem Geschichtenaufbau ^^
    Aber an sich sind ihre Bücher schon klasse, sie sind nie abgekupfert und sind immer speziell (positiv gemeint!).

    Liebe Grüße!

    Reply

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