[Rezension] How to stop time – Matt Haig

Veröffentlicht: 14. Januar 2018 von Juliane

How to stop time Book Cover
How to stop time
Wie man die Zeit anhält
Matt Haig
Fantasy
Canongate Books Ltd
Juli 2017 (DE: April 2018)
Taschenbuch
325
http://www.imdb.com/title/tt6647840/

Tom Hazard ist alt. Sehr alt. Und das obwohl er aussieht wie Ende 30. Seit über 400 Jahren ist er auf der Welt unterwegs und lernte sogar Shakespeare persönlich kennen. Heute lebt er in London und hat einen neuen Job gefunden: Geschichtslehrer. Denn damit kennt er sich schließlich aus. Gleichzeitig hadert er noch immer mit seinem Schicksal, so viele Menschen zu überleben. Und es treibt ihn eine Suche voran. Die Suche nach seiner Tochter, die möglichweise dasselbe Gen in sich trägt wie er und noch am Leben ist.

 

Meine Meinung:

“How to stop time” liegt schon seit einer Weile in meinem Regal. Worum es ging, wusste ich gar nicht. Denn das Buch war ein reiner Coverkauf (was ja mal passieren kann). Sieht das Cover nicht einzigartig schön aus?! Mir gefallen die Farben und dieses Spiel mit der Sanduhr so gut!

Nachdem ich die Weihnachtsbücher von Matt Haig gelesen hatte, wollte ich mehr von dem Autor lesen und habe gemerkt, dass ich schon mehrere Bücher von ihm im Regal stehen habe (ja ja, ich weiß). So entschied ich mich dafür “How to stop time” endlich zu lesen.

Tatsächlich ging es mir nicht so leicht von der Hand, wie ich es erwartet hatte. Nicht, dass das Buch nicht gut ist. Ich habe einfach nicht viel Zeit zum Lesen gefunden und das Buch ist kein Buch, dass einen fesselnd und antreibt, weiter zu lesen. Dafür regt sie zum Nachdenken an und sie ist nachhaltig im Kopf.

Die Geschichte geht ruhig voran. Unser Protagonist Tom Hazard erzählt seine Geschichte. Er ist im Hier und Jetzt in London und beginnt seine Stelle als Lehrer. Geschichte bringt der Autor Matt Haig immer wieder Rückblenden an die vergangen Jahre mit rein. So handelt eine Unterrichtsstunde von Shakespeare und anschließend berichtet eine Kapitel über die Situation wie Tom Shakespeare selbst kennengelernt hat. Hat mir richtig gut gefallen!

Aber das ist nicht zufällig. Sowohl die Ereignisse der Gegenwart als auch die der Vergangenheit spielen zusammen und erklären so dem Leser, wie die aktuelle Situation zustande kommt und man muss die gesamte Geschichte kennen um den großen Showdown zu verstehen. Dieser ist übrigens ziemlich spannend und ich musste manches mehrmals lesen, weil ich es nicht glauben konnte.

Mir gefällt die Art wie Matt Haig schreibt so gut! Er schreibt ruhig, ohne Hektik. Ich kann mir vorstellen, dass man auch dieses Buch von ihm wunderbar vorlesen kann. Es gibt viele “gute Ratschläge” oder Weisheiten in dem Buch, was es sehr zeitlos macht.

“That’s the thing with time, isn’t it? It’s not all the same. Some days – some years – some decades – are empty. There is nothing to them. It’s just flat water. And then you come across a year, or even a day, or an afternoon. And it is everything. It is the whole thing.”

Die Auflösung ist bittersüß und voller Gefühle. Meiner Meinung nach harmonisiert das Ende wunderbar mit der Geschichte. Ein bisschen traurig war ich und brauchte erstmal ein bisschen, bis ich das Buch verarbeitet hatte.

Übrigens wird “How to stop time” 2019 in die Kinos kommen mit Benedict Cumberbatch als Tom Hazard. Und im April 2018 erscheint das Buch auch endlich auf Deutsch unter dem Titel “Wie man die Zeit anhält” im dtv Verlag.

Ich kann Matt Haigs Bücher nur empfehlen. Die Weihnachtsbücher sind sehr herzzerreißend und wunderschön. Als nächstes werde ich “Humans” (DE: “Ich und die Menschen”) lesen. Das liegt nämlich auch schon eine Weile unangetastet in meinem Regal..


Fazit:

Ein so wundervoll gesponnener Roman über die Zeit und die Zeitlosigkeit. Wir erleben Geschichte durch die Augen von Tom Hazard, erleben lustige Anekdoten von Shakespeare oder Scott F. Fitzgerald, und werden Zeugen, wie man die wahre Lieben finden und verlieren kann. “How to stop time” regt zum Nachdenken an und ist ein Buch, das man gelesen haben sollte.

 

4 Kommentare

  • libriabella 14. Januar 2018 at 14:49

    Hey Juliane!
    Schöne Rezension und tolle Bilder!
    Ich stimme dir in deinem Leseempfinden absolut zu – leider war ich irgendwann an einem Punkt angelangt, an dem ich einfach keine Motivation mehr fürs Weiterlesen gefunden habe. Ich schätze, ich hab einfach den falschen Zeitpunkt erwischt, als ich zu lesen begonnen habe. Drum liegt das Buch nun wieder abgebrochen auf dem SuB.
    Aber bevor der Film in die Kinos kommt, will ich das Buch natürlich gelesen haben. 😀

    Ganz liebe Grüße,
    Lea-Sophie

    Reply
    • Juliane 14. Januar 2018 at 14:58

      Liebe Lea-Sophie,

      vielen Dank ❤︎

      Ja, der Anfang hat bei mir auch sehr lang gedauert. Insgesamt habe ich bestimmt drei Woche an dem Buch gelesen (und ein paar Bücher nebenbei). Es lohnt aber wirklich, weiter zu lesen. Es wird zum Ende hin auch packender.

      Bis zum Film hast du ja noch etwas Zeit 😉

      Liebste Grüße
      Juliane

      Reply
      • libriabella 14. Januar 2018 at 15:12

        Ich hab sicherlich auch ähnlich lange dran gelesen – nur leider war ich dann noch nicht einmal bei der Hälfte. ^^ Zum Teil lag’s sicher auch daran, dass ich auf Englisch gelesen habe und ich das halt noch nicht so gewohnt bin. Vermutlich war mir das Englisch einfach noch eine Spur zu gehoben.

        Das stimmt! Gott sei Dank! 😉 Den kann ich aber kaum mehr erwarten – Benedict ist einfach großartig!

        Reply
  • Annika 14. Januar 2018 at 21:35

    Huhu Juliane!

    Das Buch klingt ja unfassbar gut, wenn man mal wieder etwas tiefgründiges lesen möchte. Glaubst du es lag zum Teil auch an der englischen Sprache, dass es dir nicht so gut von der Hand ging?

    Überlege gerade, ob ich das Buch im Original oder demnächst in der Übersetzung lesen soll. (Lese desöfteren auf Englisch, derzeit Stephen King.)

    Noch einen schönen Abend & liebe Grüße,
    Annika

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