Zusammen sind wir einmalig von Sarra Manning

Veröffentlicht: 20. Oktober 2021 von Juliane

Zusammen sind wir einmalig
Sarra Manning
Sonja Rebernik-Heidegger
Liebesroman
Piper Verlag
September 2021
Taschenbuch
477
Rescue Me
den Verlag!

In London hat Margot das Gefühl, dass es wahrscheinlicher ist, mitten in der Stadt ein Einhorn zu finden, als die große Liebe. Als die kurvige 36-Jährige zum ersten Mal auf den schweigsamen Will trifft, funkt es trotzdem sofort – allerdings nicht zwischen den beiden. Vielmehr verlieben sie sich in die schüchterne Hunde­dame Blossom, die im Tierheim sehnsüchtig darauf wartet, adoptiert zu werden. Margot und Will beschließen, sich gemeinsam um das Tier zu kümmern. Doch während Margot den Hund in ihrem Überschwang mit Liebe und Leckerlis überschüttet, erstellt Will Futterpläne und recherchiert Erziehungstipps. Der erste Konflikt lässt nicht lange auf sich warten. Zum Glück hat Blossom bereits ganz eigene Pläne für ihre zwei neuen Lieblingsmenschen.

Meine Meinung:

Was ein tolles Cover! Die Zeichnungen, die Farben, die Prägungen – dieses Spiel mit der Leine und dem Herz. Es ist einfach zuckersüß und hat mich auch auf das Buch aufmerksam gemacht. Die Grundidee des Romans klingt nicht neu und man ahnt natürlich schon zu Beginn, worauf es hinausläuft. Und genau bei solchen Büchern wird es umso spannender, wie gut Autor*innen es umsetzen. Es steht und fällt mit der Ausarbeitung der Figuren, dem besonderen Etwas und natürlich einem angenehmen (und einnehmenden) Erzählstil. Alles drei ist hier gegeben. Mit Margot und Will hat Sarra Manning sich ein wenig an der Klischeekiste bedient, aber das ist ok – denn von ihren stereotypischen Eigenschaften abgesehen, fühlten sich beide so real an. Gerade mit Margot litt und fieberte ich so mit. Obwohl ich in meinem Leben an einem ganz andere Punkt stehe, fühlte ich mich so verbunden mit ihr und verdrückte sogar das eine oder andere Tranchen. Und Will. Ihn fand ich sehr erfrischend. Seine Wandlung ist meiner Meinung nach während der gesamten Geschichte am deutlichsten. Zu Beginn konnte ich ihn nicht packen, aber auch er zeigte mehr und mehr seiner Persönlichkeit mit dem Fortlaufen der Geschichte und wuchs mir echt ans Herz.

Mir war natürlich klar, dass ein Hund hier eine große Rolle spielen würde. Immerhin ist er (bzw. sie) der Grund, warum Margot und Will sich kennenlernen. Doch ich hatte ja keine Ahnung, WIE hundelieb die Autorin ist. Blossom beherrscht locker das erste Drittel des Romans allein. Wie sie sich bei wem verhält, welche Marotten sie entwickelt und wie sie eine Person nach der anderen um den Finger wickelt. Ich war hin- und hergerissen, ob ich das lustig/unterhaltsam finden sollte oder irgendwie doch genervt davon war. Ich finde Hunde ok – aber hatte hier eine Liebesgeschichte erwartet und wollte über die beiden MENSCHEN lesen. Doch gleichzeitig war es wie gesagt auch sehr süß und ich irgendwie auch schön, dass der Roman nicht komplett nach Schema F verläuft (so viel zu dem “besonderen Etwas”). Ich empfehle jeden, dieses erste Drittel durchzuhalten, sollte man es als “zu viel Hund” empfinden (oder einfach ein paar Seiten überblättern und dann wieder einsteigen).

Sarra Manning hat es meiner Meinung nach ganz wunderbar geschafft, die Problematik so vieler Menschen im Alter um die 30/40 in Worte zu fassen. Den Druck, unter dem eigentlich fast jeder steht. Die eigenen Ziele, die fremdgesteckten Ziele, die Ziele, von denen man gar nicht mehr weiß, warum man sie verfolgt. Und dann das Drama, wenn man sein Schicksal nicht beeinflussen kann. Ich war emotional echt gepackt und weiß gar nicht, ob es wirklich noch eine realistische Reaktion auf den Roman ist oder Sarra Manning einfach total einen Nerv bei mir getroffen hat. Übrigens wird Margot in dem Klappentext schon als “kurvig” beschrieben und ich fürchtete schon, dass das ein großes Thema sein würde. Zum Glück nicht! Es wird am Anfang erwähnt – und anschließend redet keiner mehr davon. DANKE! Das hat mir sehr gut gefallen. Auch die Chemie zwischen Margot und Will fand ich ganz wunderbar. Es hat mich einfach komplett abgeholt. Für mich ein so lesenswertes Buch! (Aber Achtung, erste Drittel ist echt seehehr Hunde-lastig!)


Fazit:

“Zusammen sind wir einmalig” hat nicht nur ein so wunderschönes Cover, sondern auch einen ganz tollen Inhalt. Ich muss zugeben, dass mich das erste Drittel etwas irritiert hat – denn es geht nur um einen Hund und wie toll er (bzw. sie) ist. Doch danach rücken die Protagonisten und ihre Gefühlswelten in den Vordergrund und HACH! Es ist rührend und so schön nahbar. Ich bin ganz verliebt in Margot und Will (und vielleicht ein bisschen in Blossom). Die Geschichte ist ruhig, voller Gefühle und einfach zum Wohlfühlen.


Vielen Dank…

… an den Piper Verlag für mein Rezensionsexemplar!

1 Kommentar

  • Zeilentänzerin 22. Oktober 2021 at 17:40

    Hallo Juliane, das Cover finde ich auch sehr süß. Sieht nach einem Wohlfühlbuch aus!

    Zeilentänzerin

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