[Rezension] Palast der Finsternis

Palast der Finsternis Book Cover Palast der Finsternis
Stefan Bachmann
YA / Mystery
Diogenes
August 2017
Broschiert
400

Gemeinsam mit vier weiteren Jugendlichen hat Anouk eine Einladung bekommen, nach Paris zu reisen. Alle fünf haben besondere Fähigkeiten, sind intelligent und nicht ohne Grund ausgewählt worden.

In Paris wurde ein unterirdischer Palast entdeckt, der ein Adliger zur Zeit der französischen Revolution als Rückzugsort gebaut hat.

Genauen diesen Palast sollen die Jugendlichen nun erforschen. Doch was sie in den unterirdischen Gängen erwartet, hätte keiner von ihnen erwartet.

 

Meine Meinung:

Wer in den letzte Wochen in den Buchhandlungen oder sozialen Netzwerken unterwegs war, kam gar nicht an diesem Roman vorbei. “Palast der Finsternis” wird gefeiert und die Begeisterung unter den Lesern ist groß.

Auch mich hat der Klappentext sofort angesprochen. Spannung, Mystery – ein Schloss! Her damit! Zudem ist das Cover ein totaler Hingucker! So schön schimmert der Bild der Palastes und macht noch neugieriger auf die Geschichte.

Ich muss vorweg sagen, dass ich zunächst gar nicht wusste, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt. Die Aufmachung und Titel ließen mich auf einen guten alten Krimi hoffen, mit Fantasyelementen. Doch hier sind fünf Jugendliche die Hauptpersonen, wir erfahren die Geschichte aus der Sicht der siebzehnjährigen Anouk. Diese ist sehr eigen, sieht alles ziemlich negativ und lässt auch kein gutes Haar an ihren Mitstreitern.

Zu Beginn ist der Roman relativ ruhig, wir Leser bekommen die Situation vorgestellt und man lernt die Personen kennen. Gleichzeitig gibt es zwischendrin kurze Kapitel, die in der Vergangenheit (zu Zeiten der französischen Revolution) spielen und so die Hintergrundgeschichte des Palastes erzählen.

Tatsächlich hatten mich am Anfang die Rückblenden mehr interessiert als die gegenwärtigen Ereignisse. Das mag daran liegen, dass ich nicht wirklich mit Anouk warm wurde. Auch später nicht, aber da trat ihr Charakter in den Hintergrund. Generell hätte ich die Geschichte lieber aus der Sicht von Lily, der zweiten Frau in der Truppe gehört. Sie schien mit ebenso tough und mutig zu sein wie Anouk – dafür aber um einiges sympathischer.

In den Rückblenden mochte ich diese vielen Andeutungen. Denn dort wurde von Beginn an klar, dass etwas mit dem Palast nicht stimmte. Aber es waren immer nur kleine Häppchen! Gern hätte ich sogar noch mehr von den vier Töchtern und der Mutter erfahren.

“[Rezension] Palast der Finsternis” weiterlesen