[Rezension] Becoming von Michelle Obama

Veröffentlicht: 6. Januar 2019 von Juliane

Becoming – Meine Geschichte
Michelle Obama
Biografie
Goldmann Verlag
November 2018
Gebundene Ausgabe
542 Seiten
Becoming


Info vom Verlag: […] In diesem Buch erzählt [Michelle Obama] nun erstmals ihre Geschichte – in ihren eigenen Worten und auf ihre ganz eigene Art. Sie nimmt uns mit in ihre Welt und berichtet von all den Erfahrungen, die sie zu der starken Frau gemacht haben, die sie heute ist. Warmherzig, weise und unverblümt erzählt sie von ihrer Kindheit an der Chicagoer South Side, von den Jahren als Anwältin und leitende Angestellte, von der nicht immer einfachen Zeit als berufstätige Mutter sowie von ihrem Leben an Baracks Seite und dem Leben ihrer Familie im Weißen Haus. Gnadenlos ehrlich und voller Esprit schreibt sie sowohl über große Erfolge als auch über bittere Enttäuschungen, den privaten wie den öffentlichen. Dieses Buch ist mehr als eine Autobiografie. Es enthält die ungewöhnlich intimen Erinnerungen einer Frau mit Herz und Substanz, deren Geschichte uns zeigt, wie wichtig es ist, seiner eigenen Stimme zu folgen. 

Meine Meinung:

Ehrlich gesagt: Biografien sind nicht mein Ding. Die Anzahl der Biografien, die ich in meinem Leben gelesen habe, kann ich an einer Hand abzählen. Doch die Geschichte von Michelle Obama interessierte mich und so musste ich einfach ihre Geschichte lesen. Dabei geht es mir wie den meisten: Ich kenne Michelle Obama als First Lady, Ehefrau von Barack Obama. In dieser Zeit hat sie Zeichen gesetzt und sich für Frauen, Bildung und Gesundheit stark gemacht.

Ich war so neugierig, was dahinter steckt, wie ihr Weg bis dahin verlief. Und diese Biografie hat mir wirklich gut gefallen und einen guten Einblick in ihr Leben gegeben. Von erfolgreichen und strebsamen Personen kann man immer lernen. Vorallem wenn sie dabei noch so charmant und sympathisch sind. Michelle Obama kann man sich also gut als Vorbild nehmen.

Ihr Biografie hat sie in drei Teile geteilt. Ihre Jugend und Studienzeit (Becoming Me), ihr gemeinsames Leben mit Barack bis er Präsident wurde (Becoming Us) und ihr Leben im weißen Haus (Becoming More). Es sind ihre Lebensabschnitte und jeder einzelne ist so interessant! Ich finde es mehr als beeindruckend, wie Michelle Obama schon als junges Mädchen ein dermaßen großen Ehrgeiz entwickeln konnte. Wie sie für ihre Ziele gekämpft hat und sich durchgesetzt hat.

Nicht nur Michelle ist ein tolles Vorbild. Auch ihre Familie. Von ihrer Familie und den Verhältnissen, in denen sie aufgewachsen ist, wusste ich nichts. Nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich noch einmal ein ganz anderes Bild von Michelle Obama. Es ist schön zu lesen, mit welchen Werten und Leitfäden sie aufgewachsen ist. Ich hatte meine Lesen das Gefühl, hier zu sehen, was wirklich zählt im Leben.

Gleichzeitig ist diese Biografie keine Darstellung von Perfektion. Michelle zeigt deutlich, welche Fehler sie gemacht hat und was sie aus Situationen gelernt hat. Sie gibt diese Lektionen mit ihren Zeilen weiter. Sie zeigt, dass es Perfektion nicht gibt. Niemand geht ohne Päckchen durchs Leben, niemand hat es leicht. Vorallem fällt niemand Erfolg einfach in den Schoß. Egal ob es um Beziehungen zu anderen Menschen geht oder die berufliche Karriere.

Generell ist die Grundstimmung der Biografie eher sachlich. Fast nüchtern berichtet Michelle Obama von ihrem Leben, den Ereignissen und ihren Gefühlen. Sie spricht über Unsicherheiten. Ängste. Glück. Dennoch vermittelt sie das Gefühl nicht, was ich einerseits schade finde – aber andererseits auch passend. Denn das passt sehr gut zu der Frau, die sie beschreibt. Sie ist niemand, der das Rampenlicht sucht.

Dafür vermittelt sie für mich Verbindlichkeit, Natürlichkeit, Ehrlichkeit und Vertrauen. Es ist schön zu sehen, wie sie über ihre Familie spricht, über ihre Eltern, ihren Bruder, Barack und ihre Töchter. Wie sie reflektiert und ihr Leben betrachtet. Es lehrt den Leser nämlich genau das. Ich fühlte mich selbst während des Lesens ständig dazu angehalten und inspiriert über meine eigene Situation nachzudenken.

Was könnte ich tun? Wo ist mein Wirkungsgrad? Wie gehe ich mit Mitmenschen um?

Und was bedeutet Politik für mich?

Denn natürlich ist Politik auch ein großer Bestandteil der Biografie. Barack Obama war acht Jahre lang der Präsident der USA – vorher war er schon Abgeordneter und mehrere Jahre aktiv in der Politik. Auch darüber bekommt man einen Einblick. Über andere Politiker, über das politische System in den USA. Teilweise ist es beängstigend – aber auch beruhigend, dass es so Personen wie Barack Obama gibt. Die politischen Teile fesselten mich nicht so sehr wie die Jugend von Michelle, doch kann ich mir vorstellen, dass es einige genau anders herum ergeht.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass mir das Vorwort fast am besten gefallen hat. Auch mochte ich die Art, mit der Michelle erzählt. Die privaten Bilder waren schön und es brachte den Leser definitiv näher an die Person hinter der ehemaligen First Lady. Es gibt tolle Einblicke. Es motiviert und inspiriert. Dennoch braucht man bei der Anzahl an Seiten definitiv Durchhaltevermögen. Es liest sich nicht schnell, jede Zeile steht für sich und möchte beachtet werden.

Ich bin sehr froh, dass ich diese Biografie gelesen habe und dass Michelle Obama sie aufgeschrieben hat. Ich bin gespannt, was wir in Zukunft noch von ihr hören werden.


Fazit:

Eine beeindruckende und ehrgeizige Frau, die ihr Leben auf so interessante Art und Weise in dieser Biografie niederschreibt. Ich mag Michelle Obama, ihre Ansichten und die Werte, die sie vermittelt.

Durch diese Biografie habe ich nicht nur viel über sie und ihre Herkunft gelernt, sondern auch über die USA, Politik und was es bedeutet, für ein Ziel hart zu arbeiten. Beeindruckend, motivierend und inspirierend!


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2 Kommentare

  • Tina 7. Januar 2019 at 19:40

    Hi Juliane,

    das Buch übersieht man momentan einfach nicht. Michelle Obama hat ihre biografie geschrieben! Wow.
    Ich stelle mir ihre Geschichte wahnsinnig interessant vor, ihre öffentlichen Auftritte zeigten sie immer als sympathische Person, die dennoch auf dem Boden geblieben ist.

    Nur mir geht es wie dir. Biografien sind einfach nicht mein Ding. Ich finde es schön, dass hier nicht irgendein Autor die Biografie geschrieben hat, sondern Michelle selbst. Jedoch gefällt mir der gedanke der Sachlichkeit nicht ganz. Ja, es ist wichtig objektiv zu sein, aber wenn die Gefühle nicht rüber kommen, sagt es mir meistens nicht zu.

    Liebe Grüße
    Tina

    Reply
  • Zeilentänzerin 9. Januar 2019 at 19:02

    “Becoming” begegnet einem gerade überall, das macht es für mich leider irgendwie uninteressant. Ich wollte es auch unbedingt lesen, bin aber etwas davon abgekommen. Aber die Meinungen sind ja weitestgehend positiv. Also mal sehen. Vielleicht wage ich mich dieses Jahr doch noch ran.

    Zeilentänzerin

    Reply

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