Die Bücherfrauen von Romalyn Tilghman

Veröffentlicht: 31. Januar 2021 von Juliane

Die Bücherfrauen
Romalyn Tilghman
Britt Somann-Jung
Erzählung
S. Fischer Verlag
Februar 2021
eBook
384 (gebunden)
To the stars through difficulties
…den Verlag!

Klappentext: In Prairie Hill, einer Kleinstadt irgendwo in Kansas, steht nach einem Tornado nur noch die Fassade der Bibliothek. Angelina kehrt für ihre Doktorarbeit zurück an den magischen Ort ihrer Kindheit. Ihre Liebe zum Lesen erbte sie von ihrer Großmutter Amanda. Frauen wie Amanda, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts Kultur in die entlegensten Winkel des Landes brachten, widmet Angelina ihre Studien. In Kansas begegnet sie zwei Frauen, die wie sie an einem Wendepunkt stehen. Gemeinsam entwickeln sie eine Schaffenskraft, die der Kleinstadt neue Hoffnung gibt. Am Ende der Welt finden die drei Frauen einen neuen Lebenssinn und ihr ganz persönliches Glück. 

Meine Meinung:

“Die Bücherfrauen” von Romalyn Tilghman hat mich durch sein Cover angesprochen und auch durch den Klappentext – denn es geht um Bibliotheken und die Liebe zu Büchern! Ich begann zu lesen und war die ersten paar Kapitel ziemlich irritiert, ich konnte die drei Frauen nur schwer auseinander halten und brauchte echt eine Weile, um einen Lesefluss zu finden. Es lohnt sich allerdings durchzuhalten, denn bald verweben sich die einzelnen Erzählstränge und es entsteht eine runde Geschichte.

Was mir besonders gefiel war die Beschreibung des Kleinstadtlebens in Kansas. Ich habe in einigen Rezensionen aus den USA gelesen, dass die Autorin das Leben dort genau auf den Punkt trifft – und auch ich als deutsche Leserin hatte den Eindruck, dass sie das ländliche Leben und seine Themen sehr gut darstellte (das Quilten und die Gruppe war klasse!). Auch mochte ich die Figuren (nachdem ich sie auseinanderhalten konnte), denn sie waren sehr authentisch mit ihren Sorgen, Ängsten und Gefühlen. Besonders Traci schloss ich in mein Herz.

Durch diesen Roman lernte ich auch viel über Andrew Carnegie, der im frühen 20. Jahrhundert über 2500 Bibliotheken errichten ließ um jedem den Zugang zu Büchern zu ermöglichen. Ich mag es, wenn Romane einen historischen Hintergrund haben und man noch etwas lernen kann. Hier lohnt es, den Namen Carnegie weiter zu recherchieren.

Leider gab es auch ein paar Punkte, die mir nicht so sehr gefielen und was meinen gesamten Eindruckes Buches zu einem “ganz gut” schmelzen lässt. Denn mir war die Geschichte etwas zu oberflächlich. Die Figuren mochte ich, allerdings hatte ich ständig das Gefühl, dass noch mehr kommen müsste. Mehr Dinge, die passierten. Mehr Entwicklung der Figuren. Mehr Drama. Der Roman ist eher ruhig und man liest ihn so vor sich hin. Richtig gepackt und “gefesselt” war ich leider nicht. Ich las zwar gern weiter, es hätte für mich aber auch keine Tragödie dargestellt, hätte ich mitten im Buch aufgehört zu lesen und nicht gewusst, wie es ausgeht.


Fazit:

Ein ruhiger Roman, der eine starke Liebe zur Gemeinschaft und Bibliotheken zeigt. Mir war die Geschichte insgesamt etwas zu flach und wenig ereignisreich, dennoch ist es ein angenehm zu lesender Roman mit authentischen Figuren. Mir gefielen die Beschreibungen des Lebens in dem kleinen Städtchen in Kansas und die historische Verbindung zu den Carnegie Bibliotheken.


Vielen Dank…

… an den Fischer Verlag und Netgalley für mein Rezensionsexemplar.

1 Kommentar

  • Zeilentänzerin 6. Februar 2021 at 16:01

    Hallo Juliane, klingt nach einem guten Buch für zwischendurch! Bücher über Bücher finde ich immer gut =)

    Zeilentänzerin

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