[Rezension] Emmas Sommermärchen von Ivy Bell

Veröffentlicht: 23. Februar 2019 von Juliane

Emmas Sommermärchen
Ivy Bell
Familiengeschichte
Selbstverlegt
Oktober 2018
Taschenbuch
335
… die Autorin!

Deutschland im Sommer 2006: Während alle Welt im Fußballfieber zu sein scheint, stellt sich bei den Schwestern Emma und Carla plötzlich das ganze Leben auf den Kopf. In dem alten Haus ihrer verstorbenen Eltern finden sie einen Hinweis darauf, dass ihr Vater nicht der war, der er vorgab. Zudem hat Emma Liebeskummer und Carla kann es ihrer Chefin einfach nicht recht machen… ein ereignisreicher Sommer, der die Schwester vor die Frage stellt, was sie im Leben wollen.

Meine Meinung:

Im Winter hatte ich bereits ein Buch von der Autorin Ivy Bell gelesen, und zwar “Ein Spatz im Advent“. Der Roman hat es mir trotz seiner Kürze echt angetan und so habe ich mich sehr gern auf den zweiten Roman gestürzt: “Emmas Sommermärchen”.

Angelehnt ist der Titel an das Jahr, in dem es spielt: 2006! Dort war die Fußball-WM in Deutschland und wir erlebten alle ein Sommermärchen. Auch in dem Roman wird die WM erwähnt, aber keine Sorge, es ist in einem guten Maß. Auch nicht-Fußball-Fans können getrost zu dem Roman greifen. Allerdings fand ich den Kniff sehr cool, dass die Rückblenden im Jahr 1974 spielten – das Jahr, in dem Deutschland Fußball-Weltmeister wurde.

Die Atmosphäre in dem Roman ist sehr ruhig und unaufgeregt, was mir sehr gefiel. Ich las ihn in einem Rutsch weg und hatte ein richtig wohliges Gefühl. Das lag zum einem an dem angenehmen Schreibstil von Ivy Bell und zum Anderes daran, dass aus den teilweise heiklen Situationen kein mega Drama gemacht wurde.

Zum Beispiel finden die beiden Schwestern ein Geheimnis ihres Vaters heraus. Es ist ein Geheimnis, dass es auch in anderen Geschichten schon gibt, in denen es aber DAS Thema ist und OMG der Vater, der Unmensch. Die beiden Schwestern aber hinterfragen es, reflektieren und versetzen sich in die Lage des Vaters. Und sie sehen es mit Güte ihrem Vater gegenüber, was mir sehr gefiel. Denn hätten sie sich verschlossen, wär ihnen etwas entgangen, was wir zum Ende der Geschichte hin “kennenlernen”. Eine schöne Moral, die mir gefiel.

Genauso ging es mir bei den “einzelnen” Probleme der Schwestern. Emma hat eine schwierige Liebesbeziehung und Carla eine teuflische Chefin. Doch auch sie treffen eine Entscheidung, sie sprechen mit anderen Menschen darüber und reflektieren. Ich war wirklich beeindruckt! Denn so sollte man dieses Problem handhaben und nicht aus Mücken Elefanten machen. Zudem lernt man hier klar: Mal mit den Betroffenen Personen sprechen hilft.

Das Setting ist ein imaginärer Ort in der Nähe von Kiel. Am Strand, am Meer, mit Harmonie. Mir gefiel es sehr gut! So eignet sich der Roman perfekt als Strandlektüre – aber auch eingekuschelt in der Lieblingsdecke auf dem Sofa kann man ihn natürlich genießen. Wer mal eine schöne Geschichte über zwei Schwestern lesen will, ist hier richtig!

Zwei Kritikpunkte habe ich, die ich nicht unerwähnt lassen will: Mir fiel es wieder schwer, die beiden Schwestern zu unterscheiden. Ich weiß nicht warum, aber ich vermische ihre Eigenschaften und Leben miteinander. Ein paar makantere Charakterzüge würden ihnen vielleicht gut tun. UND DAS BUCH IST ZU KURZ! 🙂 Ich hätte so gern noch mehr gelesen und weiter Zeit in der Welt vom Emma und Carla verbracht.


Fazit:

Ein schöner Roman über zwei Schwestern, die die Vergangenheit ihrer Eltern neu kennenlernen. Außerdem mochte ich sehr, wie realistisch und harmonisch die Geschichte ist. Ohne zu viel Drama gibt es einen spannenden Teil über eine Liebesbeziehung und Probleme im Job. Es ließ sich so locker lesen, ich hätte glatt nochmal 300 Seiten lesen können.


Vielen Dank…

… an die Autorin Ivy Bell für mein Exemplar ihres Buches!


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