[Rezension] Die junge Frau und die Nacht von Guillaume Musso

Veröffentlicht: 15. Juni 2019 von Juliane

Die junge Frau und die Nacht
Guillaume Musso
Eliane Hagedorn, Bettina Runge
Krimi / Thriller
Pendo Verlag (Piper)
Juni 2019
Taschenbuch
429
La jeune fille et la nuit.
… die Agentur Pure Online!

Nur noch selten ist Thomas in Frankreich, in seiner Heimat Antibes an der Côte d’Azur. Doch als sein alter Freund Maxime ihn bittet zu kommen, tut er es. Es ist etwas geschehen. Schon vor über 20 Jahren. Maxime und Thomas haben ein Verbrechen begangen, was sie wieder einholt. Jemand kennt ihr Geheimnis, jemand bedroht sie. Doch noch mehr kommt ans Licht. So gilt es herauszufinden, was mit Vinca geschah. Thomas große Jugendliebe, die damals mit 19 Jahren einfach so verschwand…

Meine Meinung:

Ich sage es direkt zu Beginn: Ich habe noch nie einen Roman von Guillaume Musso gelesen. Ja, “Die junge Frau und die Nacht” ist das erste Buch, welches ich von ihm lese. Somit bin ich ohne große Erwartungen rangegangen. Ich fand der Klappentext klang sehr ansprechend, und ich weiß, dass es viele Musso Fans in der Welt gibt und seine Romane sehr beliebt sind. So richtig schlau wurde ich bisher nicht aus Musso. Von außen bekommt man nicht heraus, welches Genre er schreibt und was der rote Faden in seinen Romanen ist.

Und dann begann ich “Die junge Frau und die Nacht”. Schon nach wenigen Seiten wusste ich, dass ich definitiv noch mehr von Musso lesen muss. So schnell ging es mit meiner Liebe zu diesem Buch. Es ist der Wahnsinn! Es ist einfach klasse und so besonders. Es ist ein wilder Mix aus Genres. Wir haben Liebe, Drama und Thriller. Ja, dieses Buch ist spannender als so manche Geschichte, die sich Thriller nennt. Zu keinem Zeitpunkt wird diese Geschichte langatmig. Im Gegenteil, die Ereignisse und Enthüllungen überschlagen sich fast, sodass man sich gar nicht traut, das Buch aus der Hand zu legen.

Guillaume Musso hat alles in die Geschichte gepackt, was ich mag. Der Protagonist Thomas ist sehr unperfekt, aber sympathisch und ich fieberte mit ihm mit. Ich mag es, wie sein Werdegang dargestellt wird, von seinem Teenie-Ich bis jetzt. Und wie es auch mit der nun gegenwärtigen Bedrohung umgeht. Und die ist nicht ohne. Also ich hatte allein beim Lesen ziemlich Puls. Es passieren Dinge. Übrigens ist die Geschichte gespickt mit Rückblenden, unter anderem auch aus andere Perspektiven und nicht nur aus Thomas’ Sicht. Somit ist man als Leser leicht im Vorteil und weiß manchmal mehr als Thomas. Besonders gefiel mir hier der Beginn. Dieser deutet so viel an und sagt eigentlich nichts. Am Ende ist es so stimmig und sinnig. Perfekt konstruiert!

Generell ist der Aufbau der Geschichte sagenhaft! Ich bin beeindruckt, wie geschickt Musso die Handlung gewoben hat. Es ist ein Puzzle, dessen Stücke perfekt ineinander passen. Nach und nach bekommt man Häppchen. Und wenn man denkt, dass man nun weiß, was geschehen ist – HA! Da hat man sich getäuscht. Es gab einfach so viele Wendungen. Ich lese viel und es heißt schon etwas, wenn ich von einer Geschichte überrascht werde. Musso hat es mehrfach geschafft. Genau das macht das Buch für mich zu einem wahren Schatz!

Die Charaktere sind facettenreich und bunt. Vinca ist die Femme fatale, die jeden mit ihrer besonderen Art und Selbstsicherheit in ihren Bann zog. Ihr Verschwinden ließ sie zu einer Legende werden, was Musso richtig gut dargestellt hat. Ich kann mir so gut vorstellen, wie die Jugendlichen sie als feministisches Vorbild sehen, ihr nacheifern. Auch gefiel mir Thomas’ Mutter sehr. Sie bekommt mit der Zeit eine wichtigere und größere Rolle. Sie hat mich am meisten berührt und im Nachhinein habe ich am meisten über sie nachdenken müssen.

Musso hat jedes Kapitel mit einem Zitat begonnen. Wahre Highlights verbergen sich dort! Und sie passen so wunderbare zu den folgenden Passagen. Es gibt zu Beginn des Buches eine Karte von dem Schulcampus, wo wirklich viel passiert. Die Karte hätte ich nicht zum Verstehen der Geschichte gebraucht, aber für das reine optische Erlebnis, natürlich ein großer Pluspunkt. Die Auflösung am Ende ist stimmig und echt vielschichtig. Es ist dramatisch und definitiv kein Happy End. Dennoch war es für mich ein perfektes Ende, was wunderbar zu der Atmosphäre und dem Gesamtwerk passte.

So, und nun muss ich dringend mehr von Guillaume Musso lesen!


Fazit:

WOW! Dieser Roman ist ein wahrer Pageturner! Mich hat diese intensive Geschichte gepackt und nicht mehr losgelassen. Verworren, düster, abgründig. Hier bekommt man alles, was man bei einem Thriller erwartet – und dabei ist das Buch nicht mal ein Thriller. Ich war fasziniert, wurde so oft überrascht und bin ein großer Musso Fan geworden. Ich kann “Die junge Frau und die Nacht” jedem nur empfehlen, es ist ein wahrer Schatz. Aber Achtung: Suchtgefahr! Einmal begonnen, kann man es nicht mehr so leicht aus der Hand legen.


Vielen Dank…

… an den Pendo / Piper Verlag und die Agentur Pure Online AG für mein Exemplar!


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1 Kommentar

  • Tina 23. Juni 2019 at 18:50

    Hi Juliane,

    Musso muss man also lesen! Gott, das Wortspiel war schlecht, aber egal. Ich habe schon viele Cover mit den Namen des Autors gesehen, aber nie zugegriffen, obwohl ich genau wie du die Begeisterungsstürme wahr genommen habe.
    Die Cover wirken eben sehr “thrillerhaft” und ich lese selten Thriller, da muss ich einfach Lust drauf haben.
    Anscheinend steckt hier mehr dahinter.
    Danke für deine Rezension.

    Liebe Grüße
    Tina

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