[Rezension] Gold und Schatten von Kira Licht

Veröffentlicht: 9. März 2019 von Juliane

Gold und Schatten
Das erste Buch der Götter
Kira Licht
Fantasy, YA
ONE Verlag
März 2019
Hardcover
540 Seiten
… den ONE Verlag!

Livia ist mit ihrer Familie schon oft umgezogen. Ihr Vater ist Diplomat und sie ist es gewohnt, sich in eine neue Umgebung anzupassen. Diesmal ist es Paris. Die Stadt der Liebe und süßen Gebäcke birgt allerdings so einige Geheimnisse.
Livia lernt Maél kennen, einen düsteren jungen Mann, der eine unglaubliche Anziehungskraft auf sie ausübt und ebenfalls einige Geheimnisse hat. Als wäre das nicht genug, kann Livia auf einmal Pflanzen sprechen hören – sie kann sogar mit ihnen kommunizieren. Doch wie hängt das alles zusammen? Was hat das Schicksal mit ihr vor?

Meine Meinung

Der ONE Verlag überraschte mich mit dieser signierten Ausgabe, ich war einfach hin und weg! “Gold und Schatten” ist definitiv nicht nur optisch ein Highlight, auch die Geschichte, die sich dahinter verbirgt, ist ein wahrer Schatz!

Es ist der Auftakt einer Dilogie und ich kann jetzt schon verraten, dass das Ende echt böse ist und die Wartezeit auf Band 2 ziemlich schwer auszuhalten sein wird. Aber zurück zum Anfang. Direkt ab der ersten Seite ist man voll im Geschehen. Livia ist eine tolle Protagonistin. Ich mochte ihre ruhige Art, sie wirkte nicht wie ein aufgedrehtes Teeniemädchen. Sie hat eine Vorliebe für Honig (ich auch!) und kann mit Pflanzen sprechen (ich leider nicht..) – wie cool ist das bitte? Schon war ich Fan von dem Buch!

Durch den Untertitel “Das erste Buch der Götter” weiß man schon worauf die Geschichte hinauslaufen wird: Nämlich dass Götter erscheinen! Allerdings dauert es ein wenig bis sie auftauchen. Den Weg dahin hat Kira Licht echt gut dargestellt. Es wirkt wie ein “normales” Jungendbuch; allein dass Livia die Stimmen der Pflanzen hört ist das einzige Fantasyelement. Es dauert gute 100 Seiten bis das Aufdecken der Geheimnisse (und der geheimen Identitäten) beginnt.

So lernt man nämlich die Figuren richtig kennen, vor allem Livia. Ich fieberte und rätselte mit ihr mit und überlegte, was wohl hinter Maél stecken mochte. Maél hätte gern noch markanter sein können. Es fühlte sich etwas an, als würde er mit angezogener Handbremse handeln. Gerade wenn man seinen Hintergrund kennt, hätte ich ihm mehr Bad-Ass zugetraut. Aber ich vermute, dass wir in dem zweiten Band der Reihe noch einiges über ihn lernen werden.

Was mir auch sehr gefiel war die Beziehung zwischen Livia und ihren Eltern, und zwischen Livia und ihren Freundinnen. Die Beziehung zu ihren Eltern war so gesund und realistisch. Livia erzählte ihnen zwar nicht alles, aber das fällt für mich noch unter “normal”. Mit ihren Freundinnen geht sie so offen um, ich war regelrecht erstaunt (positiv!), dass sie ihnen einfach alles erzählte und nicht zur Eigenbrötlern wurde.

Und dann die Götter. Ach, wie witzig! Also natürlich sehen wir nicht eine 1 zu 1 Darstellung aus dem griechischen Mythologie. Die Götter werden hier sehr menschlich dargestellt und ihre Charakterzüge werden teilweise wirklich überspitzt dargestellt. Ich finde das klasse! Es ist wirklich unterhaltsam und gerade Hermes war ein Highlight! Wobei auch Aphrodite einen ziemlichen Überraschungsauftritt hingelegt hat und zu so manch brenzlich/romantisch/witzigen Situation geführt hat.

Definitiv lässt sich der Plot (ok, bis auf die Liebesgeschichte) nicht vorhersagen. Die Beweggründe der einzelnen sind komplett im Dunklen. Das Ende hat mich deshalb auch ziemlich überrascht und ich habe einfach keine Ahnung, wie es im zweiten (und letzten) Band weitergehen wird. ABER ICH BRAUCHE IHN JETZT! Denn es gibt einige offene Fragen, gerade zu Livia selbst – aber auch möchte ich natürlich wissen, wie es mit den Göttern weitergeht und welche Geheimnisse sich noch auftun.


Fazit:

Ein wahrlich tolles Fantasy-Jugendbuch! Die Protagonistin Livia war mir mit ihrer Vorliebe für Honig und ihrer Fähigkeit mit Pflanzen zu sprechen direkt sympathisch und blieb es auch bis zur letzten Seite. Die Geschichte birgt eine Menge Überraschungen und mir gefiel die Darstellung der mystischen Götter richtig gut! Die Wahl der Location ist total passend – vor allem mochte ich die Szenen, die in den Katakomben von Paris spielten. Und ja, die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz. Ein wunderbares Gesamtwerk!

(Und jetzt freue ich mich auf Band 2!)


Vielen Dank…

… an den ONE Verlag für mein (signiertes!!) Exemplar!


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1 Kommentar

  • Tina 10. März 2019 at 13:59

    Hi Juliane,

    der one-Verlag hat sich mit dem Design wieder einmal richtig ins Zeug gelegt. Wie schon auf Twitter erwähnt, werde ich warten bis der 2. Band draußen ist, dann lese ich beide Bücher komplett. Mir gefällt der Ansatz mit Paris als Setting und die von dir beschriebenen Götter wahnsinnig gut.

    VG Tina

    Reply

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